Heinrich von Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ um den Dorfrichter Adam, der über sein eigenes Fehlverhalten zu Gericht sitzen muss, zählt zu den beliebtesten Komödien der deutschen Theaterliteratur – und ist zugleich ein zeitlos aktuelles Lehrstück um Macht und Machtmissbrauch. Auf Einladung des Kulturamts Fellbach bringt das Landestheater Tübingen den Klassiker am Donnerstag, 26. Februar 2026, 20 Uhr, mit viel Spiellust und Situationskomik auf die Bühne der Schwabenlandhalle. Eine Einführung hält die Dramaturgin Christine Richter-Nilsson um 19.15 Uhr in der Schwabenlandhalle, Eintritt für Theaterbesucher*innen frei.
n Huisum ist Gerichtstag. Doch als Schreiber Licht am Morgen Dorfrichter Adam einen Besuch abstattet, ist dieser seltsam zerstreut: Sein Gesicht ist zerschunden, am Hinterkopf prangt eine Platzwunde und an all dem soll der Ofen schuld sein. Ausgerechnet heute ist Gerichtsrat Walter zur Inspektion aus Utrecht angereist. Ohne Gerichtsperücke und unter Beobachtung muss Adam seines Amtes walten. Vor Gericht erscheint Frau Marthe Rull, im Schlepptau hat sie ihre Tochter Eve. In deren Kammer ist in der vergangenen Nacht ein Krug zerbrochen und Ruprecht, ihr Verlobter, soll der Täter sein. Doch Ruprecht streitet ab, will gar einen anderen Mann gesehen haben. Und Eve – schweigt. An Aufklärung nicht interessiert, lenkt Dorfrichter Adam den Verdacht wortreich mal hierhin, mal dorthin. Denn den wahren Täter kennt er nur zu gut …
Heinrich von Kleists 1808 uraufgeführtes Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ zählt zu den beliebtesten Komödien der deutschen Theaterliteratur – und zu den hintersinnigsten. Denn was mit viel Sprach- und Szenenwitz wie eine Provinzposse um Schuld, Lug und Betrug daherkommt, ist im Kern ein allgemeingültiges Lehrstück um Macht und Machtmissbrauch, das in Zeiten von „Fake News“ und „Me Too“ nichts an Relevanz verloren hat. Bis heute hat das Stück seinen festen Platz auf den deutschen Theaterbühnen und in den Lehrplänen der Schulen – ab 2026 ist es länderübergreifendes Abiturthema.
Am Landestheater Tübingen hat der erfahrene Regisseur Alexander Marusch das vielschichtige Werk neu in Szene gesetzt, der bereits an renommierten Häusern wie den Münchner Kammerspielen und dem Nationaltheater Mannheim gearbeitet hat.
„Gastregisseur Alexander Marusch hat die Posse um den Dorfrichter Adam (…) noch ein bisschen zur Comedy zugespitzt“, schreibt die Presse. „Das von der situativen Komik immer wieder verzückte Publikum bejubelte die Darsteller und das Team lang.“
Eintrittskarten sind im Vorverkauf erhältlich beim i-Punkt Fellbach, Marktplatz 2, Telefon 0711/58 00 58, sowie bei easyticket, Telefon 0711/255 55 55, www.easyticket.de.
Weitere Informationen: Kulturamt Fellbach, Telefon 0711/5851-364, Telefax 0711/5851-119, E-Mail: kulturamt@fellbach.de, www.theater.fellbach.de
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