Sowohl in Schwaikheim (links) als auch in Fellbach war die Feuerwehr schon vor der Silvesternacht gefordert. Foto: Blaulichtzentrale/Kevin Lermer, FFW Fellbach/Alexander Ernst

Zwei Brände, zwei Einsätze – noch vor Silvester mussten die Feuerwehren in Fellbach und Schwaikheim ausrücken. In beiden Fällen verhinderten sie Schlimmeres – schnell und besonnen.

Bevor im Rems-Murr-Kreis das neue Jahr mit Raketen begrüßt wird, zischte es schon gefährlich unter einem Balkon in Schwaikheim – und roch verdächtig nach Rauch in Fellbach. Zwei Einsätze, die zeigen, wie wichtig schnelles Handeln ist und wie wach die Ehrenamtlichen der Feuerwehren auch außerhalb der klassischen Stoßzeiten sind.

 

Wie die Feuerwehr Fellbach mitteilt, schlugen am Mittwochmorgen gegen 7.30 Uhr in einem Ladengeschäft in der Cannstatter Straße nicht die Brandmelder Alarm, sondern mehrere Mitarbeitende. Sie rochen Rauch – und alarmieren die Feuerwehr. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte die Ursache schnell: Im ersten Obergeschoss hatte sich im Deckenbereich ein kleiner Brand durch einen technischen Defekt entwickelt.

Der Brand in Fellbach konnte ohne Wasserschaden gelöscht werden. Foto: FFW Fellbach/Alexander Ernst

„Glück im Unglück“, könnte man sagen: Der Brand war noch klein, konnte ohne Wasserschaden gelöscht werden. Auch der Rettungsdienst war vorsorglich vor Ort. Anschließend wurde das Gebäude mit Überdrucklüftern entraucht. 22 Feuerwehrleute rückten mit vier Fahrzeugen aus, während die Cannstatter Straße gesperrt wurde.

Silvesterrakete entfacht Feuer in Schwaikheim

Nicht einmal zwölf Stunden zuvor, am Dienstagabend, wurde es in Schwaikheim hitzig. Gegen 18.30 Uhr zischte eine Silvesterrakete unter den Balkon eines Wohnhauses in der Schillerstraße – und setzte Kunststoffteile in Brand. Die Rauchentwicklung war so stark, dass sie in ein Kellerfenster drang. Die Einsatzmeldung: „Wohnungsbrand mit Personen in Gefahr“.

Doch vor Ort gab es Entwarnung. „Als wir angekommen sind, hatten die Anwohner das Feuer bereits gelöscht“, berichtet Jan Mutschler, Zugführer der Feuerwehr Schwaikheim. Personen seien nicht in Gefahr gewesen. Die Feuerwehr kontrollierte dennoch den Keller, lüftete durch und löschte die Reste der glimmenden Rakete ab.

Vor Ort in Schwaikheim konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Foto: Blaulichtzentrale/Kevin Lermer

Im Einsatz: 31 Feuerwehrleute aus Schwaikheim mit fünf Fahrzeugen, unterstützt von 13 Kräften aus Winnenden. Polizei, Rettungsdienst und die DRK-Bereitschaft aus Schwaikheim rückten ebenfalls aus – ein Großaufgebot für ein kleines, aber potenziell gefährliches Feuer.

Diese Einsätze zeigen: Die Feuerwehr schläft nie – auch nicht zwischen den Jahren. Noch bevor Raketen den Himmel erleuchten, brennt es hier und da. Gut, dass die Retter bereitstehen – bevor aus Funken Flammen werden.