Grüne Vorstandsmitglieder Dagmar Claus und Sinisa Rosic übergeben Revierförster Julian Schmitt den Gutschein für Setzlinge Foto: Privat

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Fellbach setzt nach den mutwilligen Baumzerstörungen im vergangenen Jahr ein Zeichen für Wiederaufforstung und Klimaschutz. Durch eine Spendenaktion des Ortsverbands konnten 535 Euro gesammelt werden, die nun Revierförster Julian Schmitt für neue Setzlinge im Fellbacher Wald zur Verfügung stehen.

2025 trieb in Fellbach ein Baum-Frevler sein Unwesen. Ob auf privaten oder öffentlichen Grundstücken, im Weinberg, am Kindergarten oder an Ausfallstraßen – bislang unbekannte Täter haben zahlreiche Bäume mutwillig zerstört. Der Fellbacher Grünen-Ortsverband startete eine
Spendenaktion, sodass nun 535 Euro für die Wiederaufforstung bereitstehen. Mit dem Geld wurde ein Baumschulen-Gutschein erworben, der am 23. April 2026 an Revierförster Julian Schmitt
übergeben wurde.

 


Die Summe reicht aus, um mehr Setzlinge zu kaufen, als Bäume vernichtet wurden. Förster Schmitt und sein Team können damit aufforsten, was ins Fellbacher Waldgebiet passt und dem Klimawandel standhält – etwa Elsbeeren und Speierlinge, die ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch sind. Die neuen Bäume ergänzen die angestrebte Naturverjüngung und sollen den Fellbacher Wald für längere Hitze- und Trockenheitsperioden wappnen.


Nadine Gothe, Vorstandsvorsitzende des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen Fellbach, erklärt: „Die Initiative ging von einem unserer jüngeren Parteimitglieder aus – und auch ein Großteil der persönlichen Spenden kam von dort. Wir wollen ein aktives Zeichen setzen, wo man sich doch ohnmächtig fühlt gegenüber jenen, die in Fellbach zerstören, was uns am wirkungsvollsten gegen die Klimakrise helfen kann: Bäume."


Ihr Co-Vorsitzender Sebastian Rothfuss ergänzt: „Die Standortwahl für die Setzlinge liegt ganz beim Förster; ein fester Pflanzort wird nicht bekanntgegeben. Wir freuen uns, mit dieser Aktion dem Vandalismus etwas entgegenzusetzen – und hoffen auf Nachahmer. Denn jede und jeder kann etwas tun: spenden oder den eigenen Garten sinnvoll begrünen."

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