Die Grundschüler freuen sich über das neue Kunstwerk Foto: Sascha Sauer

An der Zeppelinschule steht ein neues Kunstwerk. Es soll die Schüler täglich an das Projekt „Zu Fuß zur Schule“ erinnern. Auf der Stahlkonstruktion, die den Schulweg symbolisiert, wurden Schuhe von Lehrern, Eltern und Schülern kunstvoll angebracht.

Fellbach - Stephanie Paul hat ihren Schuhschrank geplündert. Die Lehrerin brauchte die Birkenstocksandalen und Gummistiefel für ein Kunstwerk. Das ist nun fertig und wurde am Dienstagvormittag vor der Zeppelinschule eingeweiht.

Seit vier Jahren läuft an der Grundschule das Projekt „Zu Fuß zur Schule“. Ziel ist es, die Selbstständigkeit und das Gesundheitsbewusstsein zu fördern. „Irgendwann wollten wir ein Zeichen setzen, wie wichtig es uns ist, dass Schüler, Lehrer und Eltern zu Fuß in die Schule kommen“, sagte Stephanie Paul, die das Projekt gemeinsam mit einem Team organisiert. Die Idee eines Kunstwerks war geboren.

Die Stahlkonstruktion symbolisiert den Schulweg

Doch was ist realisierbar? Jörg Schiller, der Chef vom gleichnamigen Betrieb für Garten- und Landschaftsbau, wurde als Fachmann eingeschaltet. Gemeinsam entwickelte man das Kunstwerk. Für die Stahlkonstruktion, die den Schulweg symbolisiert, holte man die Schlosserei Fischer aus Schmiden ins Boot. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, vor allem die mit Acrylfarbe besprühten Schuhe sehen unverwechselbar aus.

Die Birkenstocksandalen von Stephanie Paul stehen jetzt ganz oben auf dem Kunstwerk, das sechs Meter hoch ist. Mit einem Kranwagen wurde es vorsichtig in Position gebracht. „Das Fundament wiegt 1,5 Tonnen“, sagte Schiller, der den Aufbau organisierte. Die Schüler durften das Spektakel in gebührendem Sicherheitsabstand beobachten.

Das Kunstwerk erinnert jeden Tag an das Projekt

Bernd Hauslaib, der Rektor der Zeppelinschule, ist ein großer Befürworter der Aktion, die immer am ersten Dienstag nach den Ferien stattfindet: „Es dämmt auch das Verkehrschaos vor der Schule ein.“ Mit dem Kunstwerk werde jetzt jeden Tag daran erinnert, das man den Schulweg lässig und locker zu Fuß schaffen könne.

Die Organisatoren haben sich einiges einfallen lassen. So wurden etwa die Schuhe, die von Schülern, Eltern und Lehrern stammen, absichtlich in unregelmäßigen Abständen auf der Stahlkonstruktion angebracht. „Jedes Kind ist ein Individuum“, erklärte Stephanie Paul. Das eine mache große, das andere eher kleine Schritte.

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