Feinstaubalarm in Stuttgart Luftbelastung ist derzeit gering

Von Josef Schunder 

Wann gibt es den ersten Feinstaubalarm im Jahr 2018? Die Anwort: es kann noch ein paar Tage dauern. Wir nennen die Gründe.

Stuttgart - Feinstaub? Stickoxide? Vorerst sind die Luftschadstoffe in Stuttgart weggeblasen. Schon am Tag vor den Sturmböen wurden am Neckartor im einfachen Messverfahren im Tagesmittel nur sieben Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gemessen. Am Mittwoch fegte dann noch Sturmtief „Burglind“ durch. Feinstaubalarm – also den Appell, das Auto stehen zu lassen – wird es in den nächsten Tagen mit Gewissheit nicht geben.

Anfang 2017 sah es noch ganz anders aus

Das liegt daran, dass die Stadt in den Weihnachtsferien keinen Feinstaubtag haben will. Begründung: Da gebe es weniger Kfz-Emissionen als sonst. Der Alarm könnte daher frühestens am 8. Januar greifen. Wahrscheinlich wird es aber noch regen Luftaustausch geben. Dann könnte mindestens die Hälfte des Monats Januar ins Land ziehen, ehe der Alarmfall eintritt.

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Das war 2017 anders. Bis 17. Januar gab es da vier Tage mit Überschreitungen des relevanten 50-Mikrogramm-Tagesmittels (zulässig sind 35 Tage pro Jahr). Im kompletten Monat waren es 17 Überschreitungstage, darunter der Tag nach dem Böllern mit 202 Mikrogramm im Mittel. Am Neujahrstag 2018 blieb es bei 17 Mikrogramm am Neckartor – dank der Wetterlage. OB Fritz Kuhn (Grüne) hat aber auch dem Jahr 2017 Positives bescheinigt. Es habe Verbesserungen gebracht. Am Neckartor seien nur drei Stunden mit Überschreitung des zulässigen Stundenmittelwerts für Stickstoffdioxid von 200 Mikrogramm verzeichnet worden. Kuhn lobte die Umsteiger auf öffentliche Verkehrsmittel im Jahr 2017 und appellierte zum Weitermachen in dem Sinn. So habe man eine Chance, ohne Fahrverbote auszukommen.

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