Das Feinstaubradar informiert live über die Luftqualität vor Ihrer Haustür. Foto: Screenshot StZN

Seit November messen wir die Feinstaubbelastung in der Region Stuttgart – mit unserem Feinstaubradar. Das Tool wurde in den vergangenen Wochen kontinuierlich verbessert. Am 20. Januar können unsere Leserinnen und Leser ihre Ideen einbringen – beim Hackathon. Hier gibt’s Infos dazu.

Stuttgart - Ist der Killesberg eine feinstaubfreie Zone? Wie belastet ist die Luft im Wohngebiet hinter dem Neckartor? Und wie viel Feinstaub ist in der Region Stuttgart in der Luft? Diese und andere Fragen beantwortet seit Anfang November das Feinstaubradar – und zwar live.

Auf einer Karte sowie in täglichen Feinstaubberichten können sich Leserinnen und Leser online über die Luftqualität vor ihrer Haustür informieren. Gut 2000 Nutzer besuchen das Feinstaubradar am Tag. Seitdem es online ging, wurde das Tool kontinuierlich verbessert. Wir haben beispielsweise mehr als 150 Sensoren neu in in unsere Liste aufgenommen, die im Herbst an das Messnetzwerk des OK Lab Stuttgart angeschlossen wurden.

Das Feinstaubradar wertet daher mittlerweile Daten von mehr als 600 Messpunkten zwischen Heilbronn und der Schwäbischen Alb, Herrenberg und Göppingen aus. Außerdem schneiden wir mittlerweile auch die amtlichen Messergebnisse der LUBW mit. Derzeit arbeiten wir an einer Funktion, mit dem für jede Gemeinde die Belastung auch über einen Zeitraum von mehreren Wochen per Mausklick angezeigt werden kann – sowie an einer Feuchtekorrektur für die Abendstunden, in denen die Sensoren bei Nebel technisch bedingt zu hohe Werte messen können.

Wie kann das Feinstaubradar besser werden?

Auf diese Verbesserungen sind wir größtenteils selbst gekommen. Aber wir sind uns sicher, dass die Leserinnen und Leser unserer Zeitung noch viel mehr gute Ideen haben. Deshalb laden wir am Samstag, 20. Januar zum Feinstaub-Hackathon an der Merz-Akademie ein. „Hackathon“ klingt nach „Hacken“, aber man muss streng genommen nicht einmal einen Computer daheim stehen haben, um mitzumachen – das Interesse an einer verständlichen und innovativen Aufbereitung von Informationen reicht völlig aus.

Bei der ganztägigen Veranstaltung soll es etwa darum gehen, wie wir die Datenlage weiter verbessern können, auf welchen Wegen wir die Messergebnisse zur Luftqualität alternativ ausspielen können – und welche Art von Informationen Bürgerinnen und Bürger als Betroffene von schlechter Luft sich wünschen. Da kann es darum gehen, Ansprüche und Ideen zu formulieren – oder aber, technisches Geschick vorausgesetzt, neue Arten der Datenvisualisierung auszuprobieren oder eine App zu entwickeln, die Informationen zur Luftqualität im Alltag einzusetzen hilft.

So kann man bei Hackathon mitmachen

Somit richtet sich der Hackathon an Bürgerwissenschaftler, Datenexperten, Webentwickler oder einfach Menschen, denen Luftqualität wichtig ist. Je nach Interessenlage finden sich bei der Veranstaltung Gruppen zusammen, um den Tag über an Konzepten oder Prototypen zu arbeiten. Am frühen Abend werden die Ergebnisse präsentiert.

Die Teilnehmerzahl beim Hackathon ist auf 40 Plätze beschränkt. Anmeldungen sind per E-Mail an jangeorg.plavec@stzn.de zu richten. Die Teilnahme ist kostenlos und Verpflegung am Tag selbst inklusive. Der Hackathon beginnt um 10 Uhr und endet gegen 19 Uhr. Weitere Informationen gibt es hier.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: