Der seit einem Jahr amtierende Daxi Pan dirigiert die Jugendblaskapelle. Foto: factum/Granville

Musik, wohin man hörte: Am Wochenende war viel los in Ditzingen, Gerlingen und Korntal-Münchingen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf und das Wohl der Gäste.

Strohgäu - Frank Di Marco ist begeistert. Zwei neue Vereine seien beim traditionsreichen Hobafäschd in Korntal-Münchingen vertreten gewesen, erzählt der Vorsitzende des Bundes der Selbstständigen (BDS), der die Festivität organisiert. „Das ist schön, weil es doch immer wieder viel Arbeit ist, genügend Leute zusammenzubekommen, die hier mitmachen.“ Auch die Vorbereitung und gesamte Organisation habe bestens geklappt. „Vom Organisationsstab sind wir sechs bis zehn Leute, ganz toll unterstützt wurden wir wie immer von der Stadtverwaltung“, erzählt Di Marco. Inklusive der Bühne sind es immerhin 41 Stationen, Buden und Stände, die es aufzubauen und zu betreuen gilt.

Die Bürger sind sehr engagiert

Carolin Kästner ist ebenfalls angetan vom Engagement der Bürger. „Sowohl beim Hobafäschd als auch beim Korntaler Sommer war es schon immer so, dass die Vereine sich sehr einbringen und viel organisieren“, sagt die Wirtschaftsförderin der Stadt. Sie habe stets das Gefühl, dass die Beteiligten sehr viel Herzblut in die Sache investierten, zudem klappe die Zusammenarbeit mit dem BDS bestens.

Bereits Anfang des Jahres ging es mit ersten Planungstreffen und Anfragen bei den Vereinen los, dann wurde in die Koordination eingestiegen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung kümmern sich um die komplette Standplanung und die Abstimmung mit Feuerwehr und Rettungskräften, die Stadt macht die Werbung und organisiert den Kunsthandwerkermarkt. „Es ist immer sehr angenehm, dieses Fest zu organisieren“, sagt Carolin Kästner.

Von vier auf drei Tage verkürzt

Jede Menge Organisation und ehrenamtliches Engagement steckt auch im Rathausplatzfest der Stadtkapelle Musikverein Gerlingen. Dort ging es bereits am Freitagabend mit dem Festbetrieb und dem Auftritt der Pop-und Rockgruppe Sawyer los. Bis Sonntagnachmittag feierten die Gerlinger unter ständiger musikalischer Begleitung verschiedener Ensembles und Gruppen. „Früher dauerte das Fest vier Tage, aber das hat sich finanziell einfach nicht mehr gerechnet“, berichtet Matthias Widmann, der Vorstand des Musikvereins. Auch in Gerlingen wird das Ehrenamt noch hochgehalten, auch hier seien die Menschen bereit mitzuhelfen. „Wir sind in einer recht glücklichen Lage, da bin ich zufrieden“, sagt Widmann. Während der fünf Schichten am Wochenende waren 25 Leute eingeteilt, die die Gäste bei bestem Wetter mit Gegrilltem und Getränken bewirteten.

Alle sind glücklich mit Daxi Pan

Glücklich ist der Chef des Musikvereins auch über den seit einem Jahr tätigen Dirigenten Daxi Pan. Der 50-Jährige hatte den Stab von Reinhard Konyen übernommen, der die Stadtkapelle 35 Jahre lang musikalisch geformt hatte. Er fülle die großen Fußstapfen bestens aus. „Wir sind alle begeistert und haben ein starkes Jahr hinter uns“, sagt Widmann. Pan sei menschlich witzig, in der Zusammenstellung des Repertoires sehr fantasiereich und bringe neue Impulse ins Ensemble. Derzeit spielen etwa 60 Musiker im großen Orchester, in der Jugendkapelle sind es etwa 28 Musiker.

Daran, dass der Nachwuchs nicht ausgeht, hat die Gerlinger Jugendmusikschule großen Anteil. „Die Musikschullehrer führen die Jugendlichen super an die Blasmusik heran, wir arbeiten Hand in Hand. Ich bin sehr glücklich über dieses Konzept.“ Dass auch die Jugendmusikschule selbst sich am Samstag mit einem bunten Nachmittag auf dem Fest präsentierte, sei sehr wichtig für die Partnerschaft gewesen.

Klezmer und Italo-Pop in Ditzingen

Viel Musik gab es auch am Samstag bei der achten Ditzinger Musiknacht „Ditzingen unplugged“. 15 Bands spielten an zwölf Orten und in Kneipen, zwei Shuttlebusse brachten die Besucher und Musikfans von Locations zu Location. Erstmals gab es in diesem Jahr auch Schwobarock, Balkansounds, Gypsy- und Klezmermusik. Premiere feierten auch die Musiker vom Italian Pop Entertainment, von Electric Body Music und Space Rock ’n’ Roll aus Berlin.

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