Bezirksvorsteherin Renate Polinski und Baubürgermeister Peter Pätzold eröffnen das Stadtteilbüro. Foto: Rehberger

Bürgermeister Pätzold und Bezirksvorsteherin Polinksi eröffneten das Stadtteilbüro Münster in der Austraße 12. Es ist Anlaufstelle für das Projekt Soziale Stadt. Anwohner können Ideen und Vorstellungen einbringen.

Münster - Bezirksvorsteherin Renate Polinski strahlte. „Heute ist ein großer Tag für Münster.“ Denn die Eröffnung des Stadtteilbüros der Sozialen Stadt Münster in der Austraße 12 bedeute auch den Start des großen Projekts. Der erste Schritt dazu war die Aufnahme in das Bund-Länder-Progamm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“, verbunden mit drei Millionen Euro Fördergeldern. „Damit können der Stadtteil weiterentwickelt und das Wohnumfeld verbessert werden“, beschrieb Baubürgermeister Peter Pätzold. Das allumfassende Programm könne jedoch nur realisiert werden, wenn man auch miteinander spreche. Das neue Stadtteilbüro sei dazu die ideale Anlaufstelle. Zur Eröffnung des Büros stellte sich das Team des Stadtteilmanagements vor: Andreas Böhler, Simone Gretsch und Daniel Iffert vom Stadtplanungsinstitut Weeber+Partner. Sie sind dienstags und donnerstags vor Ort. „Es sind junge Gesichter, die hier tätig sind“, freute sich Pätzold. „Da wird schon die nächste Generation eingebracht.“ Das gehe nur mit engagierten Mitarbeitern.

Kennenlernen ein erster Schritt

Dem Team geht es darum, Bau- und soziale Projekte zu initiieren, Impulse zu geben, zu planen und durchzuführen. „Wir sind die Brücke zur Stadtverwaltung“, sagte Andreas Böhler. „Wir kümmern uns auch um Fördermöglichkeiten.“ Als erster Schritt stehen das Kennenlernen und das Feststellen der Bedarfe auf dem Programm. Das Stadtteilbüro wird auch auf dem Weihnachtsmarkt Münster am Samstag, 1. Dezember, im Hof der Elise-von-König-Schule mit einem Stand vertreten sein. Am 10. Dezember folgt dann die große Auftaktveranstaltung im Bürgersaal.

Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Ideen und Vorstellungen für ihren Stadtteil einzubringen und die Möglichkeiten der offenen Bürgerbeteiligung im Förderprogramm Soziale Stadt zu entdecken. Zur Eröffnung des Stadtteilbüros konnte man sich ein Bild von den Arbeitsmethoden machen und die Mitglieder des Stadtteilmanagement-Teams kennenlernen. Projekte der Städtebauförderung werden beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung koordiniert. Die Projektleitung in Münster übernimmt Dominika Pawliczek-Lauer.

Die „Zentrale“ der Bürgerbeteiligung

Der Laden in der Austraße 12 stand leer und ist aufgrund seiner Lage ideal als zukünftige „Zentrale“ für die Bürgerbeteiligung in Münster. Das Büro steht Ehrenamtlichen für Arbeitsgruppen und Veranstaltungen zur Verfügung. Es soll ein Ort für neue Ideen und Projekte sein, Kontakte können geknüpft und Kooperationspartner gefunden werden.

Das Interesse scheint groß. Zur ersten Informationsveranstaltung 2015 erschienen 290 Anwohner, bei der Ergebnisvorstellung im Mai 2016 noch 200. Inzwischen wurden bereits 50 Anträge für Modernisierungen vorbereitet. „Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht“, sagte die Bezirksvorsteherin.

Gesucht werden jetzt ein Logo und ein Slogan für das Projekt Soziale Stadt Münster. Vorschläge können im Stadtteilbüro eingereicht werden. Zudem werden Fotos aus dem Stadtbezirk zu vier Kategorien gesucht: „Deswegen lebe ich hier so gern; es gibt da etwas, was mich stört; das ist mein absoluter Lieblingsplatz; hier könnten wir noch mehr draus machen.“

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