Eine Baustelle in Weinstadt bringt seit Montag Umleitungen mit sich – das betrifft auch den Schienenersatzverkehr zwischen Waiblingen und Schorndorf.
Warum kommt plötzlich so eine Baustelle daher? Jürgen Betz drückt seine Verwunderung aus. Der Busfahrer ist beim derzeitigen Ersatzverkehr im Einsatz. Bis 6. Juni ist die Bahnstrecke zwischen Schorndorf und Waiblingen gesperrt, auch die Züge nach Aalen rollen nicht. Dafür fahren Busse und bringen die Pendler ans Ziel.
Beim Schienenersatzverkehr sind oft auch Busfahrer von auswärts im Einsatz. Jürgen Betz stammt aus Schorndorf. Er kennt sich aus. Seit 30 Jahren sei er in dem Beruf, sagt er. Aber er denkt an seine Kollegen, die die Region nicht immer befahren. Und da fragt er sich, warum am Montag eine Baustelle eingerichtet wurde, die bei der Einweisung der Strecke noch nicht eingespeist worden sei.
In der Schorndorfer Straße stehen Baumpflegearbeiten an
Es geht um eine Baustelle in Weinstadt. Wie die Stadt am Montag in einer Pressemitteilung berichtete, ist aufgrund notwendiger Baumpflegearbeiten die Schorndorfer Straße in Weinstadt-Endersbach im Abschnitt der Hausnummern 12 bis 18 derzeit voll gesperrt. Das Tiefbauamt habe die Firma Baumteam Esslingen beauftragt. Ziel der Arbeiten sei es, das sogenannte Lichtraumprofil wiederherzustellen. Dabei handele es sich um den freizuhaltenden Raum über der Fahrbahn und den Gehwegen, damit Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger sicher passieren könnten. Gleichzeitig diene die Maßnahme der allgemeinen Verkehrssicherheit.
Betroffen ist der Bereich zwischen der Fußwegverbindung zur Großheppacher Straße nach der Tankstelle Total und dem Gänsäckerweg. Aus Sicherheitsgründen könnten die Arbeiten nur unter Vollsperrung erfolgen. Die Sperrung sei bis einschließlich 3. Juni vorgesehen. Eine Umleitung sei eingerichtet.
Oft stünden dann die Busfahrer des Schienenersatzverkehrs doof da, weil ihnen Unkenntnis vorgeworfen werde, sagt Jürgen Betz. Daher sei es umso wichtiger, dass die Kommunikation zu kurzfristigen Umleitungen zwischen den unterschiedlichen Akteuren klappe.
Was sagt die Bahn dazu? Manche Arbeiten würden von den Kommunen früher geplant als der Ersatzverkehr. Aber in der Regel sei es so, dass die Verkehrsunternehmen in Abstimmung mit dem VVS den Kommunen die Fahrtrouten mitgeben würden und zurückspiegelten. Manchmal würden aber auch kurzfristig notwendige Arbeiten angesetzt. Doch der Bahnsprecher betont: „Natürlich ist auch unser Interesse, dass die Routen störungsfrei sind.“