Ulrich Goll, badenwürttembergischer Justizminister, steht hinter FDP-Parteichef Guido Westerwelle. Foto: dapd

Justizminister Ulrich Goll steht trotz wachsender Kritik zu FDP-Parteichef Guido Westerwelle.

Stuttgart - Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll steht trotz wachsender Kritik zu FDP-Parteichef Guido Westerwelle. „Ich werde seinen Rücktritt nicht fordern“, sagte der FDP-Politiker am Dienstag in Stuttgart. Er gehe davon aus, dass Westerwelle beim traditionellen Dreikönigs-Bundesparteitag der FDP am 6. Januar in Stuttgart noch Parteichef ist und „dass wir dort auch nicht über ihn diskutieren“. Nichtsdestotrotz sei er für „einen geordneten Übergang zu einem späteren Zeitpunkt auf einen jüngeren Nachfolger“. Westerwelle ist 48 Jahre alt, Goll 60.

„Wenn wir jetzt die Pferde wechseln, bringt uns das für die Landtagswahl am 27. März überhaupt nichts“. betonte Goll. Zu Westerwelles Rolle im Landtagswahlkampf sagte er: „Wenn er mit uns in den Wahlkampf zieht, werden wir mit ihm in den Wahlkampf ziehen.“

Nach dem neuen Umfragetief der FDP von drei Prozent zweifelt Goll der Seriosität der Werte. „Das kann gar nicht sein. Die Partei ist ja nicht verschwunden“, sagte Goll der Nachrichtenagentur dpa. Er fügte hinzu: „Ich warte nur noch auf die erste Umfrage, die uns bei unter Null notiert.“ Die Befragungen hätten enorm große Streubreiten und bildeten nicht die wirkliche Stärke der FDP ab.

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