Hans-Ulrich Rülke mischt sich in die Nationalhymnen-Debatte beim DFB ein. Foto: dpa

Der zurückgetretene Nationalspieler Mesut Özil hatte bei der WM in Russland die Nationalhymne nicht mitgesungen. Geht es nach FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke soll der DFB das künftig fordern.

Stuttgart - Baden-Württembergs FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgerufen, von den deutschen Nationalspielern vor Länderspielen das Singen der Nationalhymne zu fordern. „Es ist nicht zu viel von einem Fußballspieler verlangt, die Nationalhymne mitzusingen. Man braucht diese Identifikation mit einem Land“, sagte Rülke der „Heilbronner Stimme“ (Freitag). „Das fordern die Fans auch völlig zu recht.“

Debatte um das Singen der Nationalhymne

Der inzwischen zurückgetretene Nationalspieler Mesut Özil hatte bei der WM in Russland nicht wie gewohnt die Nationalhymne mitgesungen. Die Debatte, ob Spieler die Nationalhymne mitsingen müssen, gibt es schon länger. Rülke: „Im Umgang mit Özil haben DFB-Präsident, Trainer und der Beraterstab völlig falsche Signale gesetzt. Man hätte von vornherein sagen müssen, entweder du singst bei der Nationalhymne mit oder du bist bei uns fehl am Platz.“

Der Özil-Rücktritt

Özil hatte mit seinem Rücktritt Konsequenzen aus der Affäre um umstrittene Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der WM gezogen. Dabei kritisierte er den Deutschen Fußball-Bund, deutsche Medien und Sponsoren für ihren Umgang mit ihm.

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