Offizielle, Trainer und Spieler des FC Barcelona zeigen sich in ihrem Trainingslager im Donaueschinger Öschberghof von den Bedingungen begeistert. An diesem Samstag (18 Uhr) testet der Weltklub beim VfB Stuttgart.
Es ist für 20 Minuten der Sprung in eine andere Fußball-Welt, hier auf dem Sportgelände des Bezirksligisten SV Aasen. Der Blick hinter den schwarzen Sichtschutzzaun. Ein Gefühl kommt hoch, wie früher im Kindesalter, als es an Weihnachten zur Bescherung ging.
Von 10 Uhr bis 10.20 Uhr an diesem Freitagvormittag dürfen 60 Journalisten und Fernsehteams, überwiegend aus Spanien, Antoine Griezmann, Sergio Busquets oder auch den Top-Neuzugängen Memphis Depay (Lyon) und Sergio Agüero (ManCity bei der Arbeit zuschauen. Es ist nur eine Trainingseinheit, aber es wird für den Beobachter zum Genuss. Doch pünktlich müssen die Medien wieder zurück hinter den Zaun.
Aasener Fernsehinterviews
"Dass keine Zuschauer dabei sein dürfen, schmerzt uns sehr", betont Hans-Peter Rolle, der Ehrenvorsitzende des SV Aasen. Überhaupt, weil Chefcoach Ronald Koeman das Zirkeltraining mit sechs Assistenten (darunter der Ex-Hoffenheimer Trainer Alfred Schreuder) beobachtet, suchen sich die deutschen Fernsehteams am Spielfeldrand nun die Gastgeber aus. "Natürlich sind wir sehr angespannt, weil sich unsere Gäste bei uns wohlfühlen sollen", beschreibt Rainer Hall, der Vorsitzende des SV Aasen, seine Gefühlslage. Er muss sich keine Sorgen machen. Offizielle, Trainer und Spieler des Weltklubs zeigen sich von den Bedingungen begeistert.
Zwei große Eistonnen
Weil "TV Barca" jedes Training überträgt, wurde aus dem Obergeschoss des Aasener Klubheims ein Fernsehstudio. Zwei große Eistonnen aufzustellen, bildete für den Bezirksligisten kein Problem.
Am Samstag (18 Uhr) steht beim VfB Stuttgart vor 25 000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena (live bei Servus TV) für die Katalanen ein Testspiel an.
Nach spanischen Medienberichten wird Lionel Messi am Montag in Barcelona wieder trainieren und seinen neuen Vertrag unterschreiben. Dieser soll eine fünfjährige Laufzeit beinhalten. Der 34-Jährige werde dafür auf 50 Prozent seiner bisherigen Bezüge verzichten, damit Barça die Auflagen der spanischen Profiliga erfüllen kann.