Die Weil der Städter Frauen plus Nachwuchs lassen sich in Grafenau feiern: In der kommenden Hallensaison gehen sie in der 2. Bundesliga auf Punktejagd. Foto: Albert Kraushaar

Die Spvgg Weil der Stadt ist nach Jahren der Abstinenz wieder in höherklassigen Gefilden angekommen. Das Team des Trainerduos Bößmann/Reutter gewinnt die Aufstiegsrunde der Frauen zur zweiten Bundesliga Gruppe Süd in Grafenau.

Weil der Stadt - Neben den Weil der Städterinnen durften sich am Ende eines langen Spieltages mit dem TSV Staffelstein (6:2) und dem FV Glauchau-Rothenburg zwei weitere Mannschaften über den Aufstieg in die zweite Liga freuen. Der dritte Aufstiegsplatz hatte sich aus dem Umstand ergeben, dass mit dem TV Eibach und dem TV Segnitz am Tag zuvor gleich zwei Mannschaften aus dem Süden in die 1. Bundesliga aufgestiegen sind.

Die Aufstiegsrunde ging aus der Sicht der Spvgg Weil der Stadt mit einem 11:6/11:6 in zwei Sätzen im Lokalderby gegen den TSV Grafenau gleich gut los. Die Gastgeberinnen taten sich in dieser Partie bei einer relativ hohen Fehlerquote schwer. Die Nervosität war beiden Teams anzumerken. Dennoch zeichnete sich recht schnell ab, wie der Turniertag mit den fünf Teams verlaufen würde.

Unnötig viele Eigenfehler

Die Spvgg Weil der Stadt war spielerisch und läuferisch die Nummer eins, auch wenn sie sich in den Partien gegen die TSG Mantel-Weiherhammer (11:8/12:10) und den FV Glauchau-Rothenburg (12:10/11:9) das Leben mit vielen Eigenfehlern selbst schwer machte. Die Erfahrung von Sarah Heider und Simone Vetter in der Abwehr, die Dynamik von Jennifer Bößmann im Angriff und Svenja Bößmann in der Mitte, sowie die Angaben der groß gewachsenen Pia Kilian gaben am Ende den Ausschlag, ohne Satzverlust durch die Aufstiegsrunde zu kommen.

Im letzten Spiel des Tages ging es dann zwischen den bis dahin unbesiegten, aber bereits als Aufsteiger feststehenden Teams aus Weil der Stadt und dem TSV Staffelstein um den Tagessieg. Die Ankündigung der Staffelsteiner Angreiferin Stephanie Potzel „Jetzt wollen wir den Zuschauern nochmals zeigen, was wir können“, verpuffte ziemlich schnell.

Routine und Abwehr sind Garanten für den Aufstieg

Weil der Stadt holte sich gleich den ersten Satz, konnte es sich leisten, im zweiten Durchgang auch noch zu wechseln und kam am Ende ungestreift ohne Satzverlust durch das Turnier. „Du bist der beste Trainer“, gab es Küsschen für Dirk Bößmann, während Co-Trainer Constantin Reutter vor allem die Routine der Mannschaft und die Abwehr als Garant für den Aufstieg sah.

Alle drei Aufsteiger werden sich aber umstellen müssen, denn in der 2. Liga weht ein anderer Wind. Für den TSV Grafenau wäre der mit Sicherheit noch etwas zu scharf gewesen, dennoch sorgten die Gastgeberinnen im letzten Spiel gegen den TSV Staffelstein vor allem im zweiten (15:14) und dritten Satz (10:12 - jeweils nach Verlängerung) nochmals für eine gute Unterhaltung. Platz vier ging an die TSG Mantel-Weiherhammer, für Grafenau blieb mit einem gewonnenen Satz nur Rang fünf.

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