Die Nord-Stuttgarter starten gegen den NLV Vaihingen schwach, schlagen nach einem Zwei-Sätze-Rückstand aber zurück. Vor allem zwei Spieler überzeugen.
Letztlich war es eine klare Angelegenheit, das Stuttgarter Faustball-Derby in der ersten Bundesliga Süd: Der TV Stammheim gewann sein Heimspiel gegen den NLV Vaihingen 5:2 (2:11, 9:11, 11:4. 11:5, 11:8, 11:1, 14:12) und belegt mit nun 6:2 Zählern einen guten vierten Tabellenplatz. Der Mitaufsteiger aus Vaihingen steckt dagegen weiter punktlos auf dem vorletzten Rang.
Das Derby habe immer einen besonderen Charakter, sagt der Stammheimer Coach Bertram Sailer, und „wir sind froh, erneut die Oberhand behalten zu haben“. Dabei kamen die Seinen schwer in die Gänge, hatten vor allem im Angriff Probleme – gepaart mit so manch lautem Knall in der Halle. Besonders im ersten Satz „lief wenig zusammen, hatten wir einige Wandtreffer“, sagt Sailer. Wobei er den Grund für die schwache Anfangsleistung auch am Gegner festmacht. Vaihingen habe zu Beginn druckvoll gespielt und die Fehler seines Team gut ausgenutzt. Dementsprechend zeigte sich auch Sailers Gegenüber Christian Löwe mit dem Auftakt seiner Akteur zufrieden. „Wir haben gut mitgehalten, aber es war klar, dass Stammheim noch eine Schippe drauflegen wird“, sagt Löwe.
Und in der Tat. Die Gastgeber spielten nach dem verschlafenen ersten Durchgang konzentrierter und waren spätestens nach dem knapp verlorenem zweiten Satz (9:11) im Spiel. Dem 0:2-Rückstand folgten vier klare Satzgewinne. Vor allem der Zuspieler Tom Aigner setzte seine Mitspieler gut in Szene und sorgte dafür, dass das Spieltempo der Stammheimer hoch blieb. Für viele gewinnbringende Angriffsaktionen zeichnete Maximilian Gayer verantwortlich.
Spannend wurde es nochmals in Satz sieben. Die Vaihinger Gäste, die laut ihrem Trainer nach der starken Startphase „unsauberer sowohl in der Abwehr als auch im Angriff“ wurden, gaben nicht auf und hatten bis Mitte des Durchgangs die Nase vorn. Dann wechselte die Führung ständig. So hatte die eine Seite Matchbälle, die andere Satzbälle, ehe ein Vaihinger Aufschlagfehler das Spiel beendete.
Auch wenn die Gäste damit ihre vierte Niederlage im vierten Spiel kassierten, hat der Trainer Löwe Fortschritte erkannt. „Über weite Strecken waren wir auf Augenhöhe“, sagt er. Nach bislang ausnahmslos starken Gegnern kommen nun jene, gegen die es gilt. Zum Beispiel am kommenden Sonntag beim Tabellenschlusslicht TSV Karlsdorf. „Da sollten wir mit dem Punktesammeln anfangen“, sagt Löwe.
Der TV Stammheim tritt indes – ebenfalls am Samstag – beim Tabellennachbarn TV 1880 Käfertal an und „möchte den nächsten Sieg einfahren“, gibt Sailer die Richtung vor.