Am Sonntag wird es wieder bunt – beim großen Umzug in Weil der Stadt. Foto: Simon Granville

Der traditionelle Fasnetsumzug in Weil der Stadt lockt am Sonntag wieder Zehntausende Besucher an. Wo die Strecke beginnt, wie viel der Eintritt kostet und was alles geboten ist.

Der große Tag für die Weil der Städter Narrenzunft AHA steht kurz bevor: Am Sonntag findet der große, traditionelle Umzug der Narren statt. Seit den 1920er Jahren ziehen die Narren jedes Jahr am Sonntag der Fasnet durch die Weiler Altstadt.

 

Und das Städtle ist dann rappelvoll: Nicht nur Weil der Städter Fasnetsfans sind an diesem Sonntag auf den Beinen, sondern auch zahlreiche Besucher von außerhalb. Rund 30 000 Zuschauer zieht der Umzug Jahr für Jahr an. Dabei ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten – alle wichtigen Informationen zum Besuch gibt es deshalb hier gebündelt.

Wer mischt mit in Weil der Stadt?

Mit dabei sind beim Umzug, der um 14 Uhr beginnt, natürlich die vielen Gruppen und Hästräger der Weil der Städter Narrenzunft. Traditionell angeführt wird der Zug vom Büttel mit der großen Glocke und dem Herold, der das Zunftwappen trägt. Insgesamt 60 Gruppen, Wagen und Kapellen sind in diesem Jahr angekündigt, darunter etwa 40 befreundete Zünfte und Kapellen von außerhalb.

Immer wieder ein Highlight sind außerdem die gut 15 selbst gebauten Wagen der Narrenzunft, die Kuriositäten und Besonderheiten mit Lokalkolorit aufgreifen und für die Besucher besonders beeindruckend sind. Ein Blick ins Programm für 2026 verrät unter anderem eine fahrende Eier legende Wollmilchsau, einen 80er-Jahre-Wagen mit Beats und Neonlichtern nebst einer überdimensionalen Aperol-, nein, Verzeihung, „AHArol“-Flasche.

Wo geht’s lang beim großen Umzug?

Los geht es also um 14 Uhr. Die Aufstellung findet in der Herrmann-Schnaufer-Straße statt, in Bewegung setzt sich der Zug dann in der Herrenberger Straße in Richtung Marktplatz. Dort biegt der Umzug nach rechts in die Stuttgarter Straße ab und macht über die Paul-Reusch-Straße anschließend einen Bogen um die ganze Altstadt. In der Grabenstraße trennt sich der Zug, die Fußgruppen laufen wieder zum Marktplatz, während die Umzugswagen zurück zum Startpunkt rollen.

Ein beliebter Ausgangspunkt für Zuschauer ist sicherlich der malerische Marktplatz, aber auch entlang der Paul-Reusch-Straße stehen oft viele Besucher: Dort ist in der Regel mehr Platz als in den engen Altstadtgassen.

Wie viel kostet der Umzug für Zuschauer?

Die vielen selbst gebauten Wagen gehen für die Macher ins Geld: Rund 25 000 Euro lassen sich die Narren den Aufbau jedes Jahr kosten. Wer beim Umzug zuschauen will, muss sich deshalb eine Eintrittskarte – in Form von Pappwappen zum Umhängen – kaufen. Sie kostet fünf Euro. Verteilt wird sie im Laufe des Sonntags quasi überall in der Altstadt und entlang der Umzugsstrecke, verpassen kann man das also kaum.

Wo gibt es Essen und Getränke?

Natürlich gibt es für die Besucher am Fasnetssonntag auch reichlich Verpflegung: Rund um den Marktplatz und entlang der Umzugsstrecke sind zahlreiche Essens- und Getränkestände aufgebaut. Sie öffnen am Sonntag bereits um 11.30 Uhr und schließen etwa gegen 18 Uhr.

Was sieht es für Besucher im Rollstuhl aus?

Mit Kopfsteinpflaster und engen, steilen Gassen ist die Weiler Altstadt wahrlich keine barrierearme Umgebung – für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer steht entlang des Umzugs aber ein ausgewiesener Platz zur Verfügung. Er befindet sich an der Brücke bei der Spitalkapelle, also am östlichen Ende der Stuttgarter Straße, und ist mit einem Schild entsprechend gekennzeichnet.

Barrierearme Toiletten gibt es neben der Wendelinskapelle, am Calwer Tor, im Spitalhof, beim Rathaus, am Brenzplatz sowie in der Besengasse. Weitere barrierearme WCs befinden sich im Schulzentrum in der Jahnstraße, am Königstor und am Carlo-Schmid-Platz.