Spaß wurde in der Sängerhalle groß geschrieben. Foto: Lichtgut/Ferdinando Iannone

Die Untertürkheimer Sängerhalle stand am Samstagabend ganz im Zeichen der Fasnet. Die Karnevalsgesellschaft Grün-Schwarz feierte mit einem bunten Programm ihren Ball. Mit Spannung erwartet: der Aufritt der diesjährigen Faschingsprinzessin.

Stuttgart - Hexe, Hippie, Cowboy oder Soldat. Am Samstag bewiesen die Stuttgarter bei Gesang, Guggenmusik und Gardetanz in der Sängerhalle in Stuttgart-Untertürkheim, dass sie eben doch ganz gut Karneval feiern können. „Kölle ist ganz nett, Mainz ist ganz nett. Aber wir Stuttgarter können die beste Fasnet machen“, sagt die Vizepräsidentin der Karnevalsgesellschaft Grün-Schwarz im Stuttgarter Vespa-Fiat-Club 1950, Tabea Kurfiss, am Samstagabend vor rund 200 Gästen, die mit der Gesellschaft den jährlichen Faschingsball feierten. Spätestens als die Guggenmusiker des befreundeten Vereins Grün-Weiss Böblingen zum Einmarsch auf ihre Pauken schlagen, in ihre Posaunen blasen und der Boden der Sängerhalle bebt, ist allen klar: Kurfiss hat recht.

Das Männerballett darf nicht fehlen

Was folgt ist ein rund dreistündiges gemischtes Programm aus traditionellen Gardetanz-Auftritten, modernen Interpretationen zur Musik von US-Rapper 50 Cent, Comedy und Männerballett. Letzteres gehört für den Präsidenten des Vereins, Günter Buckenmaier, klar zu den Highlights des Abends. Genauso wie der Auftritt der diesjährigen Faschingsprinzessin des Vereins. „Catarina die erste ist ausgebildete Sängerin und hat eine tolle Stimme, deshalb freue ich mich auf Ihren Auftritt ganz besonders“, erklärt er stolz. Das Publikum gibt ihm recht, es belohnt Catarina für ihre Gesangeinlage mit tosendem Applaus.

Auch die Politik ist vertreten

Neben befreundeten Vereinen, Faschingsliebhabern und Künstlern sind am Abend auch einige Politiker im Publikum zu finden, so Stadträtin Beate Bulle-Schmid (CDU). Für sie ist es selbstverständlich, heute dabei zu sein: „Ich habe einen ganzen Koffer mit Verkleidung daheim. Karneval ist ja was Traditionelles, und die CDU mag es ja traditionell“, sagt die Stadträtin, die besonders Guggenmusik und Büttenreden mag. Obwohl Politiker dabei nicht immer gut weg kommen: „Wer hier heute keinen Humor hat, sollte daheimbleiben,“ sagt Beate Bulle-Schmid.

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