Narren, Funkenmariechen und Hästräger müssen sich in den kommenden Tagen auf wechselhaftes Wetter einstellen. (Symbolbild) Foto: dpa-Zentralbild

Narren, Funkenmariechen und Hästräger müssen sich in den kommenden Tagen auf wechselhaftes Wetter einstellen. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert gar recht stürmisches Wetter.

Offenbach - Wer in den kommenden Tagen auf Fastnachts- und Karnevalsumzüge in Deutschland gehen will, sollte auf Wolken und Regen vorbereitet sein. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach mitteilte, wird es am Wochenende unbeständig, ungemütlich und am Rosenmontag sogar stürmisch. „Zwar haben wir Meteorologen noch mit gewissen Prognoseunsicherheiten zu kämpfen“, sagte DWD-Experte Adrian Leyser am Freitag, „allerdings sollte man sich aus unserer Sicht die Frage stellen, ob Freiluftveranstaltungen im Hinblick auf das sehr hohe Sturmpotenzial ein noch kalkulierbares Risiko darstellen.“

Es ist ein kleines Randtief namens „Bennet“, das am Rosenmontag zum „Stimmungskiller“ werden könnte. „Fast überall kommt es wiederholt zu schauerartigen Regenfällen, auch einzelne Gewitter werden mit von der Partie sein“, sagte Leyser. Sturmböen bis 85 km/h seien „wahrscheinlich“, bei Gewittern könnten sogar schwere Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde auftreten und im höheren Bergland Orkanböen.

Vor drei Jahren: Absage der Rosenmontagsumzüge

„Wir sind nonstop mit dem Deutschen Wetterdienst in Kontakt“, sagte ein Sprecher des Mainzer Carneval-Vereins (MCV) am Freitag. „Das Wetter ist Teil unseres Sicherheitskonzepts.“ Er rechne nicht damit, dass sich die Situation des Jahres 2016 wiederhole. Vor drei Jahren war die Sorge vor orkanartigen Böen des Sturmtiefs „Ruzica“ so groß, dass die Rosenmontagszüge in Mainz und Düsseldorf abgesagt wurden. In Düsseldorf kann der Zug nur bis Windstärke 7 stattfinden - ab Stärke 8 müsste er abgesagt werden. In Köln gibt es keine so klare Marke.

Und wie wird das Wochenende? Am Samstag sollen die Temperaturen erst einmal wieder auf 6 Grad im Nordosten bis milde 14 Grad am Oberrhein steigen. Den Regenschirm könne man tagsüber zu Hause lassen, erst abends setze der Regen im Westen und Nordwesten wieder ein, sagte Leyser.

Für die Narren im Norden und in der Mitte Deutschlands ist regenfeste Kleidung für das Faschingskostüm hilfreich. Südlich der Donau werde es jedoch zeitweise heiter und trocken, sagte Leyser. Die Temperaturen sollen auf 9 bis 13 Grad steigen, am Oberrhein und in den Alpen sei bei Sonnenschein sogar 17 Grad möglich. Die Nacht zum Montag werde im Westen und Nordwesten stürmisch, im Bergland gibt es laut Vorhersage schwere Sturmböen.

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