Wegen des Kopfsteinpflasters vor dem Neuen Schloss ist Konfetti dort unerwünscht. Foto: dpa (Symbolfoto)

Beim Faschingsumzug in Stuttgart gilt vor dem Neuen Schloss wieder ein Verbot für bunte Papierschnipsel. Beworfen werden die Zuschauer stattdessen mit anderen Dingen.

Stuttgart - Der Stuttgarter Faschingsumzug am Dienstag, 5. März, bleibt weitgehend konfettifrei. So schätzt es Thomas Klingenberg ein, der Präsident der Gesellschaft Möbelwagen, die den Zug veranstaltet. Damit sei es auch kein Problem, die konfettifreie Zone vor dem Neuen Schloss zu beachten. „Wir haben eh kaum mehr welches auf unseren Wagen. Nur die Hexen haben kleine Beutel für ihre Späße dabei“, sagt Klingenberg. Lediglich ein Wagen mit Konfettikanone sei angemeldet.

Das Konfettiverbot des für den Schlossplatz als Liegenschaft des Landes zuständigen Finanzministeriums hatte der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr bald mehr Lacher eingebracht als manch ein Fasnetsscherz. Die Begründung: Die bunte Schnipsel würden in den Ritzen des Kopfsteinpflasters liegen bleiben. Deswegen wurde der Bereich vor dem Neuen Schloss, der im vergangenen Jahr erstmals Teil der Strecke war, mit einem Konfettiverbot belegt.

Die Karnevalisten wollen keine Schlossplatz-Kehrwoche machen

„Mit der Auflage, es wegzufegen, dürften wir ja welches werfen. Aber dafür haben wir keine Zeit“, sagt Klingenberg. Denn das müsste von Hand geschehen. „Kehrmaschinen sind wegen des historischen Kopfsteinpflasters nicht erlaubt. Es könnte beschädigt werden“, erläutert Klingenberg.

Die Zuschauer des Faschingsumzugs sollen dennoch beworfen werden – unter anderem mit insgesamt zweieinhalb bis drei Tonnen Bonbons – und mit Fußball-Fanartikeln. Davon hat Karstadt Sport noch jede Menge im Lager. Schließlich zeigte sich die deutsche Elf bei der WM in diesem Jahr weniger erfolgreich. Dazu kommen Gummibärchen und Schokolade, verspricht der Präsident.

Wer keinen Süßkram auf den Kopf bekommen möchte, kann einen Platz auf einem neuen Wagen buchen: Die Gesellschaft Möbelwagen bietet für 99,99 Euro Plätze an. Der Erlös geht an das Stuttgarter Kinderhospiz. „Wir sind noch nicht ausgebucht“, wirbt Klingenberg.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: