Auch in der EgeTrans Arena braucht es zum Schlittschuhfahren Eis. Aber wie kommt dieses auf die Betonfläche? Foto: Pixabay

Damit das Eis auf der Betonfläche einer Eishalle auch kühl bleibt, wird einiges an Energie benötigt. Als Nebenprodukt entsteht wiederum Wärme, die genutzt werden kann. Doch wie funktioniert das?

Eisproduktion in Eishallen geht energieeffektiv

Zum Schlittschuhfahren braucht man Eis. Aber wie kommt dieses auf die Betonfläche? Dies wissen die Experten der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen (SWBB), die die Eisflächen in der Eishalle und der EgeTrans Arena betreiben.

Wie ein riesiger Kühlschrank

Die technische Anlage einer Eishalle funktioniert im Prinzip wie ein riesiger Kühlschrank. Pro Eisfläche steht ein Behälter mit dem flüssigen Kühlmittel Ammoniak zur Verfügung. Dieses wird in 22 Kilometer langen, gewundenen Rohrleitungen in den Betondecken unterhalb der Eisfläche bei bis zu minus 15 Grad Celsius eingeleitet.

Wie kommt das Eis in die Halle?

Der Druck des Ammoniaks wird reduziert, es geht trotz niedriger Temperatur in einen gasförmigen Zustand über. Dabei entzieht es der Umgebungsluft Wärme. Das Wasser auf der Eisbahn gefriert. Zwei Kompressoren saugen das gasförmige Ammoniak an, erhitzen es auf etwa 180 Grad Celsius und leiten es in einen Kondensator ein. Unter Zuleitung von kaltem Wasser verflüssigt sich das Ammoniak darin wieder und gibt dabei Wärme an das Wasser ab. Das erwärmte Wasser wird für die Duschen und zum Heizen genutzt. Das flüssige Ammoniak fließt in die Ursprungsbehälter zurück.

Kaltes Eis für coole Spieler

Der Kühlkreislauf läuft für jede Eissporthalle separat ab. Der Eismeister kann das Eis unterschiedlich temperieren und so seine Konsistenz bestimmen. Eishockeyspieler brauchen eine sehr harte, minus acht Grad Celsius kalte Eisfläche, damit der Puck richtig übers Eis schlittern kann. Eiskunstläufern dagegen reicht eine minus zwei Grad Celsius kalte Eisdecke.

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