Milla Jovovich in „Futureworld“ Foto: Tiberius Film

Das Fantasy Filmfest macht wieder Station in Stuttgart. Vom 25. bis zum 30. September stehen im Kino Metropol Filme auf dem Programm, die „Future World“, „The Cannibal Club“ oder „Anna and the Apocalypse“ heißen. Wir verraten, welche Filme sich lohnen könnten.

Stuttgart - Seltsame Gestalten suchen von diesem Dienstag an bis zum Sonntag das Stuttgarter Metropol-Kino heim: Astronauten, Kannibalen, Zeitreisende, wildgewordene Marionetten, Punks und Popper, Doppelgänger, Untote und scheinbar normale Menschen mit gefährlichen Geheimnissen. Kurz: Zum 32. Mal präsentiert das Fantasy Filmfest außergewöhnliches Genrekino aus Europa, den USA und Asien. In diesem Jahr ist die eigentlich zehntägige Schau in Stuttgart allerdings auf fünf Festivaltage eingedampft. Trotzdem gibt es viel zu sehen, neben knallharter Kost für Fans des Abseitigen auch Werke, die sich an ein breiteres Publikum richten. Um die Auswahl aus den 26 Spielfilmen und zwei Kurzfilmprogrammen zu erleichtern, hier ein paar besondere Empfehlungen.

Futureworld

Future World Trailer from Fantasy Filmfest on Vimeo.

Der Amerikaner James Franco gilt als Multitalent. Das postapokalyptische Actionmärchen „Futureworld“ (Dienstag, 22.15 Uhr) basiert auf einer Geschichte, die Franco selbst geschrieben und 2016 mit Bruce Thierry Cheung für die Leinwand inszeniert hat. Franco spielt darin einen Warlord mit schauerlich verrotteten Zähnen, der einem jungen Mann und dessen intelligentem Roboter Ash das ohnehin schon schwere Leben in einer von Hitzeperioden und Krankheiten ausgedörrten Welt zur Hölle macht. In dem stark von den „Mad Max“-Abenteuern inspirierten Stück spielen auch Milla Jovovich und der Rapper Snoop Dogg.

Bomb City

Bomb City Trailer from Fantasy Filmfest on Vimeo.

Realitätsnah geht es in dem erschütternden Sozialdrama „Bomb City“ (Sonntag, 17.15 Uhr) zu. In seinem Spielfilmdebüt schildert Jameson Brooks den Mordfall an Punk und Street-Artist Brian Deneke, der sich 1997 in der texanischen Stadt Amarillo ereignete. Deneke, gespielt von Dave Davis, und dessen Freunde wurden damals von Mitgliedern der örtlichen Footballmannschaft gemobbt. Die Auseinandersetzungen eskalierten, Deneke wurde bei einer Massenschlägerei überfahren. Brooks zeichnet das repressive Klima in der Stadt nach und benennt Ursachen für die bis heute wirksame Spaltung der amerikanischen Gesellschaft in Gewinner und Verlierer. Der Musiker Marilyn Manson hat darin einen bewegenden Gastauftritt.

American Animals

American Animals Trailer from Fantasy Filmfest on Vimeo.

Auch Bart Layton beschäftigt sich in seinem hochgelobtem Krimidrama „American Animals“ (Freitag, 18 Uhr) mit einem realen Kriminalfall der jüngsten Vergangenheit. 2003 verüben vier Kunststudenten dreiste Raubüberfälle und erbeuten dabei unter anderem kostbare Bücher. Inspiration für ihre Taten ziehen die jungen Männer aus sogenannten Heist-Movies. Doch bald merkt die Bande, dass in der Realität manches anders läuft als im Kino. Mit Udo Kier als Hehler.

Under the Silver Lake

Under The Silver Lake Trailer from Fantasy Filmfest on Vimeo.

In seiner Thrillerkomödie „Under the Silver Lake“ (Samstag, 20 Uhr) inszeniert David Robert Mitchell („It follows“) ein postmodernes, mit Verweisen auf die Popkultur gespicktes Mysterium. Ein junger Mann begibt sich darin auf auf eine Odyssee quer durch Los Angeles, um nach seiner verschollenen Traumfrau zu fahnden.

Außerdem zeigt das Fantasy Filmfest noch mit „Climax“ (Mittwoch, 20.30 Uhr ) von Gaspard Noé und mit dem südkoreanischen Streifen „Human, Space, Time and Human“ (Samstag, 13 Uhr) von Kim Ki-Duk die neuesten Albträume zweier bekannter Enfants terribles.

Das komplette Programm finden Sie hier.

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