Das Commando Cannstatt ist beim VfB Stuttgart für große Teile der Stimmung und viele Choreografien zuständig. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart kommt der 2. Bundesliga immer näher, für viele Fans war das 2:2 gegen den SC Freiburg schon der gefühlte Abstieg. Jetzt meldet sich die Ultra-Gruppierung Commando Cannstatt zu Wort, wehrt sich gegen den Vorstand und plant eigene Aktionen.

Stuttgart - Die Marketing-Abteilung des VfB Stuttgart hat in den vergangenen Wochen mit diversen Aktionen versucht, die Fans zur Unterstützung aufzurufen und einen gewissen Zusammenhalt zu demonstrieren. Ob mit dem Hashtag #mirschaffendas, der Freibier-Aktion für alle Dauerkarten-Besitzer oder das Fan-Spalier am vergangenen Samstag vor dem Spiel gegen den SC Freiburg (2:2).

Zwar werden die Marketing-Aktionen von vielen Fans angenommen, längst aber nicht von allen für gut befunden.

Am Montag nach dem 2:2 gegen den SC Frieburg meldete sich so auch das "Commando Cannstatt", die Ultra-Gruppierung des VfB Stuttgart zu Wort. In ihrer Mitteilung beziehen sie klar Stellung gegen den Vorstand, wollen ihrerseits ein Zeichen setzen, um den VfB zum Klassenverbleib zu bewegen und setzen in den kommenden Wochen und Monaten vor allem auf drei Ereignisse, die besonders begleitet werden sollen.

Zum Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 sollen alle Fans in roter Kleidung kommen, zum Heimspiel gegen den Hamburger SV alle in weiß - und abschließend sollen alle Mitglieder bei der Mitgliederversammlung der jetzigen Vereinsführung den Spiegel vorhalten. Ganz nach dem Motto "Nicht mit uns".

"Zeit, klare Grenzen zu ziehen"

Hier die ganze Stellungnahme des "Commando Cannstatt" im Wortlaut:

"Noch vier Spiele, dann werden wir wissen, ob die Fehlentwicklungen der letzten Jahre uns endgültig die Erstklassigkeit gekostet haben oder ob uns der Strohhalm namens Relegation bevorsteht. In dieser entscheidenden Phase der Saison muss natürlich nochmal alles in die Waagschale geworfen werden. Der Verein versucht durch Spalier stehen, Freibier und #mirschaffendas, die Illusion einer intakten VfB-Familie zu schaffen. Verein und Fans Hand in Hand ziehen an einem Strang gegen den Abstieg, nicht mit uns!

Für uns ist es an der Zeit, eine klare Grenze zu ziehen zwischen den Personen, die für die jetzige Situation des VfB verantwortlich sind und der Kurve, die die Mannschaft immer bestmöglich unterstützt, getragen oder zu den richtigen Zeitpunkten auch wachgerüttelt hat. Wenn der VfB die Klasse halten sollte, dann nicht dank den Vereinsverantwortlichen, sondern trotz ihnen! Wir wollen als Kurve weiterhin starke Zeichen setzen, vor allem in der momentanen Situation! Wir werden weiter alles geben bis eine sportliche Entscheidung gefallen ist, aber nicht weil wir der Vereinsführung vertrauen oder an ihr #mirschaffendas glauben, sondern weil es uns das Herz brechen würde, unseren VfB in der zweiten Liga zu sehen!"

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