Alex Efstathiou ist seit vergangenem Jahr Träger des Bundesverdienstkreuzes. Foto: Stefanie Schlecht

Trotz des späten Starts organisiert Alex Efstathiou erneut den Kinder- und Familiennachmittag in Herrenberg. Welche Überraschungen das Programm bereithält.

Drei Stunden Programm mit 300 Künstlern im Zehnminutentakt, das ist der Kinder- und Familiennachmittag von Alexandros Efstathiou aus Herrenberg. Der Gastronom veranstaltet am Sonntag, 25. Januar, zum 27. Mal sein Spendenfest. Dabei hätte es in diesem Jahr fast nicht stattgefunden.

 

„Diesmal hab ich mit der Planung sehr spät angefangen“, sagt der Veranstalter, der hauptberuflich ein griechisches Restaurant betreibt. Er hätte eigentlich im Januar operiert werden sollen und darum zunächst ohne das Familienfest geplant. „Dann ging’s mir aber an einem Tag wieder so gut, da hab ich einfach angefangen.“ Von 21 bis 7 Uhr habe er Mails geschrieben und Leute angerufen, um das Fest doch noch auf die Beine zu stellen. „Am selben Nachmittag hatte ich schon 71 Zusagen“, sagt Efstathiou.

Spenden gehen an viele Adressen

Clowns, Bauchtanz, Ballett und ein echtes Polizeiauto mit den dazugehörigen Beamten bringt Efstathiou in die Herrenberger Stadthalle. Durch das Programm führt Chris Fleischhauer von Regio TV. Neu sind in diesem Jahr neben dem Polizeiauto auch die Tänzerinnen der S’Kayh Dancers von den Sportfreunden Kayh sowie vom VfL Herrenberg. Ebenfalls zum ersten Mal dabei sind die Kinder-Bauchtanzgruppe Aladin und die Rope-Skipping Showgruppe des SV Poltringen (Kreis Tübingen). Stammgäste sind das VfB-Stuttgart-Maskottchen Fritzle und Waldi, das Maskottchen der Stuttgarter Kickers. Beide bieten an dem Nachmittag auch eine Autogrammstunde an.

Das Programm in der Stadthalle beginnt um 15 Uhr und geht bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, aber es wird um Spenden gebeten. Alles, was am Ende zusammenkommt, geht an die Gemeinnützigen Werkstätten und Wohnstätten (GWW), an das Sprachheilzentrum Calw, an die Kinderklinik Böblingen sowie an die Jugendabteilung der Stadtkapelle Herrenberg. Mit großen Spendeneinnahmen rechnet Efstathiou allerdings nicht. „Beim letzten Mal kamen 700 Euro zusammen“, sagt er.

Bundesverdienstkreuz hat ihn nicht verändert

Stets verquickt mit Efstathious Kinder- und Familiennachmittag sind die Kinderherzaktionen, für die der Deutsch-Grieche seit gut 30 Jahren Geld sammelt. Für seinen Einsatz für schwerkranke Kinder und junge Menschen hat Efstathiou im vergangenen Jahr von Sabine Kurtz, Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen. Verändern werde ihn die Auszeichnung nicht, winkt er ab: „Alex bleibt Alex – mit und ohne Verdienstkreuz“, sagt er.

Aufgrund der dieses Mal sehr kurzfristigen Planung habe er nicht viel Zeit für Werbung gehabt. 250 Plakate und 13 Banner habe er anfertigen lassen. Er verlasse sich trotzdem darauf, dass das Fest im Herrenberger Kalender etabliert sei. „Ich sage immer, wer hingehen will, der weiß Bescheid“, sagt Efstathiou.