Die drei jungen Männer kümmerten sich um das Baby während der Zugfahrt. Foto: Bundespolizei

Schreckmoment für eine Mutter – als sie in Wattenscheid am Bahnhof ausstieg, schlossen sich die Türen des Zuges, bevor sie den Kinderwagen mit ihrem Baby rausheben konnte. Der kleine Junge fuhr ungewollt weiter – fand in drei jungen Männern aber Babysitter bis zum nächsten Halt.

Dortmund - Ein zehn Monate altes Baby ist unfreiwillig alleine im Zug von Bochum-Wattenscheid zum Hauptbahnhof in der Bochumer Innenstadt gefahren. Die Mutter war nach Polizeiangaben vom Montag im Wattenscheider Bahnhof aus einem Regionalexpress ausgestiegen und wollte nach ihrem Gepäck auch den Kinderwagen mit dem Jungen aus dem Zug heben. Doch dann schlossen sich die Zugtüren, und das Baby fuhr alleine weiter. Bahnmitarbeiter erkannten das Missgeschick, das sich am ersten Advent zutrug, und informierten umgehend die Bundespolizei. Die Beamten nahmen das Kind dann wohlbehalten im Bochumer Hauptbahnhof in Empfang.

Drei Männer kümmerten sich während der Fahrt um das Kind

Während der kurzen Zugfahrt hatten sich drei junge Leute aus Guinea, die derzeit einen Deutschkurs im Ruhrgebiet absolvieren, um den kleinen Bahnreisenden gekümmert. In der Polizeiwache am Bochumer Hauptbahnhof konnte die 21-jährige Mutter ihren Sohn dann wieder in die Arme schließen. Der Kleine hatte offensichtlich während der Zugfahrt friedlich geschlafen.

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