Geschäfte haben seit einem Jahr nur zeitweise geöffnet – viele Kunden bestellen deshalb im Internet. Doch dort tappt so mancher in die Falle. Foto: Lichtgut//Leif Piechowski

Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein – auch durch die coronabedingten Einschränkungen im stationären Handel. Doch viele Betrüger versuchen, ihr Stück vom Kuchen abzubekommen. Sogenannte Fake Shops schießen wie Pilze aus dem Boden. Wie man sie erkennt – und wie man sich wehren kann.

Stuttgart - Fakeshops
sind Online-Einkaufsseiten, die den Kunden das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Ihre Zahl schießt seit der coronabedingten Einschränkungen im stationären Einzelhandel massiv in die Höhe. Oft verschwinden sie bereits nach kurzer Zeit, sodass geprellte Käufer kaum eine Chance haben, ihr Geld zurückzubekommen. Im Normalfall bekommen Kunden, die dort Produkte bestellen, überhaupt keine Ware geliefert oder minderwertige Artikel zu überhöhten Preisen.

Betrüger und ihre Verkaufsplattformen sind auf den ersten Blick nicht so leicht zu erkennen. Die Täter tun alles dafür, die Seiten seriös erscheinen zu lassen und bilden dafür oft sogar Gütesiegel ab, die es entweder gar nicht gibt oder die sie nie bekommen haben. Häufig werden echte Internetseiten kopiert, damit bei den Interessenten keine Zweifel aufkommen.

Was tun, wenn man Opfer wurde?

Einige Hinweise auf unseriöse Angebote gibt es aber. So weisen die Verbraucherzentralen auf typische Anzeichen hin, die Kunden stutzig machen sollten. Dazu gehören extrem niedrige Preise für gefragte Produkte, die es anderswo nur deutlich teurer oder womöglich aktuell gar nicht gibt. Auch bei den Zahlungsmöglichkeiten muss Vorsicht gelten. Da Betrüger das Geld kassieren wollen, ohne zu liefern, bieten Fakeshops normalerweise nur Vorauskasse oder Sofort-Überweisung an. Manchmal werden Kauf auf Rechnung oder mit Kreditkarte vorgegaukelt – wenn man auf den entsprechenden Button klickt, passiert aber nichts. Außerdem werben Fakeshops auf ihrer Seite gern mit überragenden Kundenbewertungen – denen sollte man misstrauen und lieber auf verschiedenen Bewertungsportalen nachschauen. Auch ein fehlendes oder unvollständiges Impressum oder holpriges Deutsch etwa in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen können Warnsignale sein.

Wer Opfer eines Fakeshops geworden ist, sollte alle vorhandenen Dokumente sichern. Unterstützung gibt es bei den Verbraucherzentralen und bei der Polizei, wo man wegen Betruges Anzeige erstatten sollte. Wem zeitnah Zweifel kommen, der kann versuchen, bei seiner Bank Zahlungen noch stoppen zu lassen.

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