Der Angeklagte will sich voraussichtlich schriftlich zu den Vorwürfen äußern. Foto: dpa

Der Angeklagte im Prozess um den sexuellen Missbrauch von 40 Kindern hat überraschend über seinen Anwalt mitteilen lassen, dass er sich äußern will. Der Prozess wurde daraufhin unterbrochen.

Baden-Baden - Der Prozess um den sexuellen Missbrauch von fast 40 Kindern durch einen Schwimmlehrer ist kurz nach Verlesung der Anklage auf Donnerstag vertagt worden. Die Jugendschutzkammer des Landgerichts Baden-Baden will erst weiterverhandeln, wenn der Angeklagte sich äußert. Der 34-Jährige hatte zum Prozessauftakt am Mittwoch überraschend über seinen Anwalt mitteilen lassen, dass er sich einlassen werde. Er wolle sich an diesem Donnerstag voraussichtlich schriftlich äußern.

Dabei stellte sein Anwalt Christian Süß auch die Möglichkeit von Verständigungsgesprächen in den Raum. Diese könnten beispielsweise eine mögliche Haftstrafe verkürzen oder Zeugen - bislang sind Eltern der betroffenen Kinder geladen, nicht aber die Opfer selbst - eine Aussage ersparen.

Der Schwimmlehrer, dem Missbrauch sowie schwerer sexueller Missbrauch an fast 40 kleinen Mädchen zur Last gelegt wird, sitzt seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft will für ihn, neben einer Haftstrafe, die Sicherungsverwahrung erreichen.

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