Der Journalist Jamal Khashoggi ging Anfang Oktober wegen einer Formalität in das saudische Konsulat in Istanbul. Er kam nicht lebend wieder heraus (Archivbild). Foto: AP

Der saudische Generalstaatsanwalt hat für fünf Verdächtige im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi die Todesstrafe beantragt. Der ranghöchste Verdächtige sei der frühere Vizegeheimdienstchef Ahmad al-Assiri.

Dubai - Im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi hat der saudische Generalstaatsanwalt für fünf Verdächtige die Todesstrafe beantragt.

Sie werden beschuldigt, die Tötung des regierungskritischen Journalisten beauftragt und ausgeführt zu haben. Khashoggi ging am 2. Oktober wegen einer Formalität in das saudische Konsulat in Istanbul und kam, wie Riad mit Verzögerung zugab, nicht mehr lebend heraus.

Türkei macht saudische Führungsspitze für den Tod verantwortlich

Staatsanwalt Saudi al-Modscheb teilte am Donnerstag in einer seltenen Pressekonferenz mit, die Täter hätten die Pläne zur Tötung Khashoggis am 29. September in Gang gesetzt. Der ranghöchste Verdächtige sei der frühere Vizegeheimdienstchef Ahmad al-Assiri. Insgesamt befänden sich im Zusammenhang mit dem Fall 21 Personen in Gewahrsam, elf von ihnen seien angeklagt worden.

Die Türkei hat die saudische Führungsspitze für den gewaltsamen Tod Khashoggis verantwortlich gemacht und erklärt, das Königreich habe eine Todesschwadron nach Istanbul entsandt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: