Die Atteste zur Befreiung der Maskenpflicht an einer Waldorfschule will die zuständige Behörde nicht mehr anerkennen (Symbolbild). Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Eine Behörde schreitet in Freiburg ein. Insgesamt 55 Atteste gegen die Maskenpflicht an einer Waldorfschule in St. Georgen erkennt das Regierungspräsidium nicht mehr an. Die Begründung sei schlicht ungenügend.

Freiburg - 55 Atteste von Schülern, Schülerinnen und Lehrkräften zur Befreiung von der Maskenpflicht an der Freien Waldorfschule in Freiburgs Stadtteil St. Georgen entsprechen nicht den Anforderungen der Corona-Verordnung. Eine Sprecherin des Regierungspräsidiums teilte am Mittwoch mit, dass sich die Schule aufgrund einer Prüfung durch die Behörde dazu entschieden habe, sämtliche Maskenatteste nicht mehr anzuerkennen. 52 stammten von Schülern, 3 von Lehrern.

Nach einem Bericht der „Badischen Zeitung“ (Mittwoch) waren viele der Atteste mit einer „CO2-Rückatmung“ begründet worden. Mehrere der Formulare seien in Privatkliniken in Bayern und Berlin ausgestellt worden und hätten eine wortgleiche Begründung gehabt.

Ein Vater habe mitgeteilt, gerichtlich gegen die Ablehnung des Attestes vorzugehen zu wollen, teilte die Präsidiumssprecherin mit. „Eine entsprechende Klage müsste er an die Waldorfschule richten.“

Diese steht nicht das erste Mal wegen Corona in den Schlagzeilen: Nach Zirkusaufführungen war es vor einigen Wochen zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Dutzende Menschen infizierten sich.

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