Der Streit um den Impfstoff in der Region Stuttgart geht weiter. Foto: /Stefanie Schlecht

Roland Bernhard und sein Kollege fordern Impfquoten-Monitoring.

Kreis Böblingen - Der Böblinger Landrat Roland Bernhard hat gemeinsam mit seinem Kollegen Richard Sigel aus dem Rems-Murr-Kreis einen Brief an das Sozialministerium geschrieben. Darin fordern sie eine Offenlegung der Impfquoten der einzelnen Landkreise in Deutschland.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich der Deutsche Landkreistag schriftlich an das Robert-Koch-Institut (RKI) gewandt hatte, ebenfalls mit der Bitte einer tagesaktuelle Information über den Stand der Impfungen je Landkreis. Das RKI stützt diese Forderung der Kreise. Detaillierte Angaben zum Impfgeschehen, beispielsweise nach Alter und Landkreis aufgesplittet, seien in der Tat notwendig für die Einschätzung der Lage vor Ort.

Im Schreiben des Präsidenten des RKI, Lothar Wieler, heißt es, die Bereitstellung kreisscharfer Daten scheitere aktuell aber auch daran, dass nicht alle Bundesländer das digitale Impfquotenmonitoring (DIM) für die Impfdatenübermittlung nutzen.

„Wir wenden uns an Sie, Herr Minister, mit der dringenden Bitte, auf eine einheitliche Übermittlung via DIM zu drängen. Und seitens Baden-Württemberg selbst, wenn nicht schon geschehen, ebenfalls diesen Meldeweg zu nutzen“, so die Landräte Bernhard und Sigel. Man benötige endlich ein transparentes und kreisscharfes Impfmonitoring, um die Unwuchten ausgleichen zu können, die dadurch entstanden sind, dass der Impfstoff nicht nach Einwohnerzahlen verteilt wird. Landkreise, die bei der Durchimpfung hinterher hinken, müssten aufholen können. Der Impfstoff müsse dorthin und in die Arztpraxen gelenkt werden, wo die Impfquote noch besonders niedrig ist, fordern die Landräte.(red)

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