Schon im März wurde in Stuttgart gegen das Dieselfahrverbot demonstriert. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Die Initiative gegen Fahrverbote ruft für Samstag, 19. Oktober, zu einem Autokorso durch die Stadt und zu einer Kundgebung am Neckartor auf. Ioannis Sakkaros, CDU- Neustadtrat und bisheriger Frontmann der Fahrverbotsgegner, will ebenfalls kommen.

Stuttgart - Fünf Monate nach der Kommunalwahl soll nach dem Willen einer Privatinitiative das Thema Dieselfahrverbot im Stadtbild wieder präsent werden. Die Initiative gegen Fahrverbote ruft für Samstag, 19. Oktober, zu einem Autokorso durch die Stadt und zu einer Kundgebung am Neckartor auf. Das bestehende Dieselfahrverbot bis einschließlich Euro 4, das wegen der seit langer Zeit zu hohen Stickstoffdioxidwerte vom Bundesverwaltungsgericht gefordert worden ist, soll von Januar an auf vier Hauptstrecken in Stuttgart auf Euro 5 ausgedehnt werden. Eine weitere Verschärfung mit großräumiger Verbotszone zur Jahresmitte 2020 schließt die Landesregierung nicht aus.

Autokorso von 14 Uhr an

Die Initiative ruft zu einem Autokorso auf, der um 14 Uhr am Parkplatz an der Parlerstraße am Killesberg starten soll. Über die Kochenhof-, Stresemann-, Maybach- und Heilbronner Straße fahren die Teilnehmer zum Rotebühlplatz und von dort über Kronprinz-, Theodor-Heuss-und Schillerstraße in Richtung Neckartor. Kurzfristige Sperrungen von Kreuzungen für den Korso sind möglich.

Sakkaros will Demo besuchen

Um die Autos abstellen zu können, wird der Abzweig der Cannstatter Straße in Richtung Milaneo von 14.45 bis voraussichtlich 17 Uhr gesperrt werden. Die Schlusskundgebung in der Heilmannstraße soll bis um diese Zeit beendet sein. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass es sich um einen Autokorso handle. Aufgrund mehrerer Anfragen müsse man klarstellen, dass die Teilnahme mit Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über fünf Tonnen, also Lkw, mit Traktoren und Bussen nicht möglich sei.

Offen ist, wie es mit der Initiative nach dem Samstag weitergeht. Eine weitere Aktion ist bisher nicht angemeldet. Offenbar will man die Veranstaltung abwarten und anschließend beraten und entscheiden

Als Frontmann der Fahrverbotsgegner hatte sich vor der Wahl der Porsche-Mitarbeiter Ioannis Sakkaros hervorgetan. Er wurde als Einzelstadtrat in den Gemeinderat gewählt, hat sich inzwischen aber der CDU-Fraktion angeschlossen. Seine Initiative plane keine weiteren Demos gegen die Fahrverbote, er rufe dazu nicht auf, so Sakkaros auf Anfrage. Auf seiner Homepage „Kein Dieselfahrverbot“ steht ein Aufruf zur Unterstützung des Autokorsos. Bei der Kommunalwahl sei das Fahrverbot ein „Flopp-Thema“ gewesen, so Sakkaros. Beim Korso sei die CDU nicht eingebunden. „Ich werde die Demo besuchen, aber noch ist nicht klar, ob ich am Samstag spreche“, so der CDU-Stadtrat.

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