Fordert den Freifahrtschein, wenn das Auto auf Dauer abgegeben wird: Fraktionschef Hannes Rockenbauch Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die Fraktionsgemeinschaft SÖS/Linke-plus im Stadtparlament will den vom Diesel-Fahrverbot betroffenen Stuttgartern eine Alternative bieten – unter bestimmten Bedingungen.

Stuttgart - Die Fraktion von SÖS/Linke-plus im Gemeinderat fordert für die ab dem 1. April vom Diesel-Fahrverbot betroffenen Stuttgarter ein kostenloses Nahverkehrsticket. Darüber solle der Gemeinderat spätestens in seiner übernächsten Sitzung am 21. Februar abstimmen.

 

Die Fraktion knüpft den Freifahrtschein an Bedingungen: Wer seit dem Inkrafttreten des Luftreinhalteplans am 3. Dezember ein vom Fahrverbot betroffenes Auto abgemeldet habe oder noch abmelde und keine neues Auto für sich oder eine in seinem Haushalt lebende Person anmelde, solle kostenlos im gesamten Stadtgebiet fahren können.

Die Fahrverbote seien „Ergebnis aus jahrelangem Politikversagen und vorsätzlichem Abgasbetrug der Vorstände der Autoindustrie“, sagt Fraktionsvorsitzender Hannes Rockenbauch. Es sei nicht einzusehen, dass Betroffene dafür die Zeche zahlen sollten, ergänzt Fraktionskollege Thomas Adler. Mit dem Ticketangebot in dieser Form werde sichergestellt, dass die Betroffenen tatsächlich umstiegen.