Fahrradabenteuer in Deutschland Radeln auf den Spuren der Wikinger

Von Catherine Braumeister 

Einmal von der Nordsee an die Ostsee radeln. Immer auf den Spuren der Wikinger und Friesen. Klingt spannend? Ist es auch! Auf dem Wikinger-Friesen-Weg kommen Outdoor-Fans und Kultur-Radler definitiv auf ihre Kosten.

Welche schönen Bilder Sie auf dem Wikinger-Friesen-Weg alles einfangen können, sehen Sie in unserer Bildergalerie. Foto: Pixabay

Los geht unsere sommerliche Radtour auf der nordfriesischen Halbinsel Eiderstedt – genauer gesagt im schönen Sankt Peter-Ording.

Hier bietet sich Radlern ein Ausblick, der sich gewaschen hat. Traumhafte weiße Sandstrände, die aussehen, als gehören sie in einen Urlaubsroman, der auf der amerikanischen Luxusinsel Nantucket spielt, erstrecken sich hier wohin das Auge reicht. Deutschland präsentiert sich an diesem idyllischen Küstenabschnitt von seiner schönsten Seite. Beste Startbedingungen also für unsere Radtour durch das liebliche Schleswig-Holstein.

Verträumte, charmante Dörfchen

Der Wikinger-Friesen-Weg umfasst 180 Kilometer und führt durch zauberhafte Dörfchen mit jeder Menge Nord-und Ostsee-Charme. Das Leben fühlt sich hier nach heile Welt und ganz viel Landlust an. Ruhig, idyllisch und verträumt irgendwie. Ganz anders als im wuseligen Treiben der Großstadt. Es riecht auch ganz anders. Der Duft lässt sich nicht beschreiben, aber er macht, dass sich alles nach Urlaub und Sommerferien anfühlt.

Rötliche Backsteinhäuser mit weißen Sprossenfenstern und Reetdächern säumen vielerorts den Weg. Und malerische Altstadtkerne im holländischen Stil sorgen dafür, dass man hin und wieder daran zweifelt, dass man tatsächlich durch Deutschland radelt. Zu sehen gibt es so eine holländische Bilderbuchkulisse zum Beispiel in Friedrichstadt. Die Ortschaft wurde im 17. Jahrhundert gegründet, um holländischen Flüchtlingen Unterschlupf zu bieten. Ein kleiner Spaziergang durch die zauberhaften Gassen der Altstadt lohnt sich auf jeden Fall.

Handelsweg der Wikinger

Die Radtour führt auch an der Schlei vorbei – ein Meeresarm der Ostsee. Er zieht sich durchs Landesinnere und wurde früher von den Wikingern und Friesen als Handelsweg genutzt.

Die Siedlungen der Wikinger entlang der Schlei gibt es heute nicht mehr. Haithabu, die bedeutendste Wikingersiedlung an diesem Meeresarm, wurde 1066 n. Ch. zerstört. Vor einigen Jahren wurde die Siedlung in Originalgröße rekonstruiert und bietet Geschichtsinteressierten die Möglichkeit sich auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben. Historische Einblicke gibt aber nicht nur im nachgebauten Haithabu.

Der gesamte Wikinger-Friesen-Radweg ist gespickt mit Audiostationen, an denen sich Radler die Geschichte der Wikinger und Friesen hierzulande anhören können.

Verwöhnprogramm im Ostseeresort

Nach etlichen Kilometern vorbei an beeindruckender Architektur und idyllischer Natur endet der Wikinger-Friesen-Weg im schönen Fischerdörfchen Maasholm. Unsere kulturreiche Radtour geht zu Ende und wir werden belohnt mit einem spektakulären Blick auf die Ostsee.

Wer nun Lust hat die erschöpften Radlerbeine verwöhnen zu lassen, kann seinen Fahrradurlaub hier in einer der traumhaften weißen Villen des Ostseeresorts Olpenitz ausklingen lassen. Hier kann man es sich so richtig gemütlich machen. Am besten kringelt man sich unter dem Giebel mit einem Buch vor den warmen Kamin. Oder man macht erholsame Strandspaziergänge. Der Zugang zu feinen Sandstränden liegt direkt vor der Haustür.

Schwierigkeitsgrad

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Schwierigkeitsgrad. Die Strecke ist meist flach. Das bezieht sich vor allem auf die Gebiete in Nordseenähe. Hin und wieder kann es ein wenig windig werden, aber das ist an der Küste ja zu erwarten. Sobald man die Schlei erreicht, muss man mit ein paar moderaten Steigungen rechnen, denn hier wird es zwischendurch ein wenig hügelig. Der Schwierigkeitsgrad dieser Radtour wird daher von den meisten als mittel eingestuft.

Powered by Radsport Mayer