Am Freitag, 1. Mai, findet einmal mehr die Critical Mass Stuttgart statt. Was im Jahr 2010 als kleine Radtour begann, ist heute eine Veranstaltung mit Hunderten von Teilnehmern.
Unter dem Motto „Wem gehört die Straße?“ rollt die Critical Mass Stuttgart am Freitag, 1. Mai, wieder durch die Landeshauptstadt. Zugleich ist es der 16. Geburtstag der Veranstaltung. Sie ist Protest gegen den Autoverkehr und Feier des Fahrrads.
Die Teilnehmer treffen sich jeden ersten Freitag eines Monats, um eine Runde durch den Talkessel zu drehen. Sie fahren im Pulk und werden von der Polizei begleitet. Was 2010 als kleiner Ausflug mit wenigen Radfahrern im Feierabendverkehr begann, hat sich mittlerweile zu einer Veranstaltung mit durchschnittlich mehreren Hundert Teilnehmern entwickelt. In den Sommermonaten sind es regelmäßig über tausend Radfahrer.
Critical Mass ist der Herzschlag der Radkultur in Stuttgart
Auf die Frage nach den Zielen der Bewegung antwortet Alban Manz, Teilnehmer der ersten Stunde: „Kurz gesagt: mehr Radkultur, Verkehrsgerechtigkeit und Lebensqualität bei weniger Autokult. Die Critical Mass ist kreativer Straßenprotest und Bike-Parade, sie ist Treffpunkt, Forum und Bühne für die cleverste Form menschlicher Fortbewegung: das Radfahren. Die Critical Mass ist so etwas wie der Herzschlag der Radkultur in Stuttgart.“
Start ist am Tag der Arbeit um 18.30 Uhr am Feuersee. Die Route führt durch den Stuttgarter Westen – hoch zum Herderplatz und zurück bis zum Charlottenplatz. Weiter geht es über die Konrad-Adenauer-Straße am Hauptbahnhof vorbei in die Heilbronner Straße bis nach Feuerbach. Dort findet auf dem Gelände des Hobbyhimmels, Siemensstraße 140b, eine Feier mit Livemusik der Ska-Band „The Nite Steadies“ statt.