Nebenwirkungen des Bahnstreiks in Stuttgart und der Region: Die Smartphone-Apps der VVS und SSB waren am Montagmorgen nicht erreichbar. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Der Bahnstreik hat am Montagmorgen den S-Bahn-Verkehr in Stuttgart und der Region ausgebremst. Wer per Smartphone-App oder auf den Websites der SSB oder des VVS nach einem alternativen Fahrplan suchte, der wurde enttäuscht.

Stuttgart - Der Warnstreik hat viele Pendler am Montagmorgen kalt erwischt: Neben Ausfällen und Verspätungen von Fernverkehrszügen kam es auch im Regionalverkehr zu erheblichen Einschränkungen. In Stuttgart und der Region traf das vor allem die Pendler, die normalerweise mit der S-Bahn ins Büro fahren. Denn es fielen fast alle S-Bahnen aus.

Wer jedoch online nach einem Fahrplan ohne S-Bahn suchte, wurde enttäuscht: Die Apps des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) und der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) waren am Montagmorgen nicht erreichbar. Der Grund: Die Server waren dem Ansturm nicht gewachsen. „Das Gesamtsystem war überlastet durch die Vielzahl der Anfragen“, sagte eine SSB-Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion. Zu viele Nutzer hätten sich gleichzeitig nach einem alternativen Fahrplan im Netz erkundigt.

Kommentar zum Bahnstreik: Kunden veräppelt

Da alle Anfragen auf dem gleichen Server bearbeitet werden, waren nicht nur die beiden Apps betroffen. Auch die Websites mit den Fahrplänen waren zeitweise nicht erreichbar, zudem waren Anwendungen von Drittanbietern wie die Mobilitäts-App Moovel vom Server-Ausfall betroffen.

Stillstand am Hauptbahnhof in Stuttgart

Mit SSB- und VVS-Apps können Fahrgäste sich unter anderem Tickets mir dem Smartphone kaufen und sich anzeigen lassen, mit welchen öffentlichen Verkehrsmitteln sie von einem Ort zum anderen kommen. Die Anwendung zeigt dabei in der Regel die schnellste Verbindung zwischen zwei Haltestellen an und berechnet Umstiegszeiten mit ein. Für die jeweiligen Stadtbahnen, Busse und S-Bahnen lassen sich zudem die Abfahrtzeiten und alle angefahrenen Haltestellen auflisten.

Der vierstündige Warnstreik bei der Deutschen Bahn hatte am Montag um fünf Uhr begonnen, in einzelnen Bundesländern fuhr kaum ein Zug. Auch Reisezentren wurden bestreikt. Neben den Metropolregionen in Mannheim und Karlsruhe war auch Stuttgart stark betroffen. Am Hauptbahnhof ging zeitweise gar nichts mehr, zahlreiche Zügen fielen aus oder verspäteten sich teilweise um Stunden.

Auch nach dem offiziellen Ende des Streiks rollt laut VVS der S-Bahn-Verkehr nur langsam wieder an, teilweise fuhren Bahnen nur im 30-Minuten-Takt. Im Laufe des Tages soll es weiterhin Verspätungen und Ausfälle geben. Die Empfehlung auf der Website: Die Verbindung vor dem Antritt der Fahrt überprüfen. Das funktioniert mittlerweile wieder. Die Server laufen nach dem Ausfall am Morgen wieder normal.

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