Facebook steht zurzeit wegen des Datenschutzes in der Kritik. Foto: AP

Das soziale Netzwerk Facebook will die digitale Privatsphäre jugendlicher Nutzer besser schützen. Deshalb benötigen junge Nutzer zwischen 13 und 15 Jahren für einige Profileinstellungen künftig die Erlaubnis ihrer Eltern.

Stuttgart - Das soziale Netzwerk Facebook soll künftig erst ab 16 Jahren für Jugendliche in vollem Umfang nutzbar sein. Alle Nutzer unter 16 Jahren brauchen die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten, um etwa Angaben zur Religionszugehörigkeit oder zu politischen Ansichten im Profil öffentlich zu machen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag auf seiner Homepage mit.

Die Erziehungsberechtigen können außerdem entscheiden, ob Jugendlichen personalisierte Werbung auf Basis von Daten anderer Unternehmen angezeigt wird. Auch die Angabe, an welchem Geschlecht die Jugendlichen in sexueller Hinsicht interessiert sind, muss zuvor genehmigt werden. Wie bisher auch, gilt für die Nutzung des Netzwerkes eine Altersgrenze von 13 Jahren.

Altersangabe wird verifiziert

Facebook betont aber, dass die europaweite Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht ausdrücklich vorschreibe, das Alter der Nutzer zu überprüfen. Das soziale Netzwerk werde aber, wie in der neuen Verordnung gefordert, „angemessene“ Anstrengungen unternehmen, um die nötige Zustimmung der Eltern zu verifizieren.

Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren sollen dafür beispielsweise das Facebook-Profil oder eine E-Mail-Adresse der Eltern angeben können. Das soziale Netzwerk schickt anschließend eine Anfrage zur Bestätigung der Profil-Einstellungen an den angegebenen Kontakt.

Facebook passt sich an EU-Datenschutzgrundverordnung an

Grund für die Neuerungen ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai in Kraft tritt. Darin enthalten sind strengere Regelungen im Bezug auf personenbezogene Daten. Die Unternehmen sollen für mehr Transparenz sorgen und beispielsweise offenlegen, wie die gesammelten persönlichen Daten innerhalb der Firmen bewegt und gespeichert werden.

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