F3-Erlebnisbad Fellbach im Test Rasante Rutschen, wohlige Wellness

Von Lara Röhrich 

Der Aqua-Loop im F3 ist nichts für Angsthasen: Dieser Adrenalinjunkie wartet gespannt, dass sich die Bodenklappe der Kapsel öffnet – es folgen sieben Meter freier Fall. Foto: F3-Erlebnisbad
Der Aqua-Loop im F3 ist nichts für Angsthasen: Dieser Adrenalinjunkie wartet gespannt, dass sich die Bodenklappe der Kapsel öffnet – es folgen sieben Meter freier Fall. Foto: F3-Erlebnisbad

Das neue Erlebnisbad F3 in Fellbach bietet seinen Besuchern Rutschvergnügen, Wellness, Sauna, Springtürme und eine 25-Meter-Bahn. Geht das Mischmasch-Konzept auf?

Das neue Erlebnisbad F3 in Fellbach bietet seinen Besuchern Rutschvergnügen, Wellness, Sauna, Springtürme und eine 25-Meter-Bahn. Geht das Mischmasch-Konzept auf?

Fellbach - Am Eingang steht Maria Iosif und freut sich auf ihren ersten F3-Besuch. „Ich bin Leistungsschwimmerin und kann meine Flossen und Paddel mitbringen, das ist nicht selbstverständlich“, sagt Maria Iosif­. Sie habe nur Gutes über das F3 gehört.

Denkt man an Umkleidekabinen, stellt man sich meist weiße Plastikfassaden vor – ganz anders im F3. Die Umkleidekabinen und Spinde sind mit buntem Glas verkleidet. Mit dem Armband, das an der Kasse ausgegeben wird, lassen sich die Schränke öffnen und schließen. Doch hier gibt es noch Verbesserungspotenzial, denn die Türen gehen teilweise nicht auf. Das freundliche Reinigungspersonal hilft aber gern weiter. Anders als bei Schlüsseln ist die Nummer des Spints nicht auf dem Band vermerkt. Wer will, kann also auch Gehirnjogging betreiben und sich die Spintnummer merken.

Mit dem Armband lassen sich die Schranken zwischen dem Schwimmer-, dem Erlebnis- und dem Saunabereich öffnen. Jeder ­Besucher bezahlt also nur für den Bereich, den er tatsächlich auch nutzt.

Rutschfanatiker kommen hier voll auf ihre Kosten

Das Bad ist gut gefüllt, Kinder lachen und planschen um die Wette, während ein Mann stoisch eine Bahn nach der anderen zieht. Im 25 Meter langen Schwimmerbecken springen Sportler von Türmen oder trainieren ihre Ausdauer. Nebenan, im Kinderbecken, vergnügen sich die Kleinen im Nass. Ein zweijähriges Kind schüttet Wasser von einem in einen anderen Eimer und ist offenbar völlig in sein Spiel vertieft.

Hinter dem zweiten Drehkreuz verbirgt sich das Erlebnisbad. Rutschfanatiker kommen hier voll auf ihre Kosten. Kinderscharen gehen zackig die Treppen zu den Rutschen hoch. Die Auswahl ist groß, da fällt es schwer, sich zu entscheiden: Die Turborutsche können Kinder ab acht Jahren mit bis zu 70 Kilometern in der Stunde hinabsausen. Beim Aqua-Racer rasen die Wasserratten auf einem Reifen über eine 118 Meter lange Bahn. Sechsjährige Kinder dürfen hier alleine rutschen. Jüngere Kinder stürzen sich mit einem Elternteil gemeinsam ins Rutschvergnügen.

Bei wem das Gefühl in der Magengrube bei Schiffsschaukel oder Bungee-Springen Wohlbefinden auslöst, der wird die dritte Rutsche lieben: Beim Aqua-Loop stehen Wagemutige in einer Art Abschusskapsel. Nach einem Countdown öffnet sich die Bodenklappe, und sieben Meter freier Fall und ein Looping folgen. Adrenalinstoß garantiert! Zwölf Jahre alt sollte man für den Aqua-Loop deswegen mindestens sein.

Acht Saunen bieten für jeden Tpy das richtige

Im nebenliegenden Wellnessbereich haben Eltern ihre Kinder beim Rutschen im Blick und gönnen sich eine wohltuende Nackendusche, entspannen sich auf dem Sprudelsitz oder tanken Kraft im 38 Grad heißen Topf. Im beheizten Außenbecken mit einem Sole-Gehalt von 1,5 Prozent treiben Badefreunde durch den Strömungskanal oder schalten in den Sprudeln ab.

Damit auch schon kleine Wasserratten auf ihre Kosten kommen, gibt es abseits vom Trubel an den Seitenwänden einen Schiffchenkanal, Wasserpistolen und kleinkindgerechte Wasseraktionen.

Viel Schwimmen macht bekanntlich hungrig: Für das leibliche Wohl sorgt das ­Familienrestaurant in der Erlebniswelt mit kleinen Snacks und Getränken.

Mit dem Armband öffnet sich die Schranke zur Saunawelt, in der sich ein Badetag entspannt ausklingen lässt. Die acht Saunen bieten für jeden Typ die richtige Temperatur. Angefangen beim 40 Grad heißen Tepidarium bis hin zur 95 Grad heißen Kelo-Sauna, können Besucher relaxen. Nach dem Saunabesuch entspannen Gäste im Kaminzimmer mit offenem Feuer, im Sole-Becken oder gönnen sich einen Drink an der Saunabar.

Die Biosauna ist mittwochs ganztägig für Frauen reserviert

Thomas Zerweck geht regelmäßig hierher, findet die Saunabar aber zu klein: „Es fehlt ein separater Eingang, und dafür, dass es neu konzipiert ist, hätte man mehr draus machen können.“ Für die Damenwelt ist die Bio­sauna mittwochs ganztägig reserviert. Die anderen sieben Saunen, Dampfbäder und Ruhebereiche dürfen auch von Herren ­genutzt werden.

In der Wellness-Oase genießen Gäste Ayurveda-Behandlungen, duftende Aromaöl- und exotische Massagen, die von fachlich geschulten Masseuren angeboten werden.

Ein älteres Ehepaar kommt entspannt aus dem Bad. Der Mann sagt: „Wir sind begeistert, es ist toll.“ Auch Ines Thomson findet das Bad klasse: „Mein Sohn springt begeistert vom Drei-Meter-Brett und saust die Reifenrutsche runter, und ich finde das Sole- Becken draußen spitze.“

Das Armband wird am Ausgang in einen Automaten gesteckt, und die letzte Schranke öffnet sich. Am Eingang steht schon die nächste Besucherschlange, bepackt mit ­Badetaschen und voller Vorfreude auf das Erlebnisbad.

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