Die 18-Jährige aus Steinheim (Kreis Ludwigsburg) kämpft bei der TV-Show erneut um den Titel der besten Frau. Und auch ein Murrer sorgt für Furore.
Der Kalender von Nicola Wulf ist gerade pickepackevoll. Die 18-Jährige büffelt am Marbacher Friedrich-Schiller-Gymnasium für das Abitur im Sommer, trainiert quasi in jeder freien Minute, um ihre Fertigkeiten als Ninja-Athletin zu perfektionieren, und vertrat gerade in Polen die Farben der deutschen Mannschaft bei der ersten offiziellen Europameisterschaft in ihrer noch jungen Sportart. Und zwischen all dem kann die Jugendliche auch noch auf einen Coup anstoßen: bei der TV-Show „Ninja Warrior Germany“ ist sie erneut ins Finale eingezogen.
Die Titelverteidigerin aus Steinheim gab sich keine Blöße und war die stärkste Frau in ihrem Halbfinale, das am Freitag, 21. November, bei RTL ausgestrahlt wurde. Damit sicherte sich Nicola Wulf ein Ticket für den Endkampf. Wobei die Schülerin als insgesamt Elfte aller Teilnehmer selbst ohne die Frauen-Regelung weitergekommen wäre. „Ich war sehr erleichtert, dass ich es wieder ins Finale geschafft habe, und habe mich sehr gefreut“, sagt die Ausnahmeathletin, die sich ihrem Sport mit Haut und Haaren verschrieben hat.
Probleme am vorletzten Hindernis
Da sie ein Finalticket gebucht hat, konnte es Wulf auch verschmerzen, am vorletzten Hindernis gescheitert zu sein und nicht den Schlussbuzzer in dem Kletter-, Sprung- und Hangelparcours gedrückt zu haben. Sie wisse selbst nicht genau, warum sie, an einer Stange hängend, in einer Abwärtsbewegung aus dem Hindernis gefallen ist. „Ich denke, ich habe mein Gewicht, als ich gelandet bin, falsch verlagert und die Stange ist deswegen nicht gleichmäßig runtergerutscht und rausgerutscht“, sagt sie.
Nach der Vorschlussrunde und vor dem Finale, das vor einigen Monaten aufgezeichnet wurde, war sie zuversichtlich, erneut auf dem Frauen-Treppchen ganz oben landen zu können. „Ich wusste, dass ich auf jeden Fall gute Chancen habe, meinen Titel zu verteidigen. Allerdings war mir auch bewusst, dass die anderen sehr stark sind und Fehler schnell passieren können“, erklärt die Steinheimerin.
Der Traum lebt weiter
Nicola Wulf ist nicht die Einzige aus dem Raum Marbach, die das Finalticket bei der Show gelöst hat. Auch der aus Murr stammende Yasin El Azzazy mischt im Konzert der ganz großen Ninja-Sportler mit. Nach seinem Lauf war er „super happy, dass wieder ein Buzzer steht“, er also den Parcours komplett bewältigen konnte. El Azzazy hat folglich nach wie vor die Chance, seinen Traum zu verwirklichen. Der Murrer möchte so lange bei der Show an den Start gehen, bis er als Last Man Standing triumphiert hat.
Finale Das erste Finale von „Ninja Warrior Germany“ mit Yasin El Azzazy und Nicola Wulf wird bei RTL am Freitag, 5. Dezember, um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Die Teilnehmer müssen innerhalb eines Zeitlimits sieben Hindernisse bezwingen. Wer das schafft, zieht in die zweite und abschließende Endrundenshow ein, die eine Woche später am 12. Dezember ebenfalls von 20.15 Uhr an zu sehen ist.