Gegen Sünden und für künftiges Glück: Messerscharfe Klingen durchbohren die Wange dieses Festival-Teilnehmers in Phuket. Foto: AFP/MLADEN ANTONOV

Bizarre Selbstkasteiung und strikter Verzicht sind im thailändischen Phuket angesagt, wenn es wieder Zeit wird für das alljährliche „Vegetarian Festival“. Auf Straßenumzügen wird die extreme Form der Läuterung zur Schau gestellt.

Phuket - Sich selbst Schmerzen zufügen, um Körper und Geist zu reinigen: Beim „Vegetarian Festival“ im thailändischen Phuket zielen viele Teilnehmer auf genau diese Wirkung ab. Jedes Jahr zu Beginn des Oktobers verzichten sie neun Tage lang unter anderem auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Sex und Alkohol. Doch das wohl markanteste an dem Fest sind die schmerzhaften Selbstkasteiungsrituale – präsentiert in mannigfaltigen Straßenumzügen.

 

Schmerzen gegen Unheil

Auf offener Straße zeigen die Gläubigen ihre mit scharfen Messern durchbohrten Wangen, laufen über glühende Kohlen oder besteigen Leitern mit messerscharfen Sprossen. Die Teilnehmer glauben, dass die Götter sie wegen ihrer mutigen Taten vor Unheil beschützen. Das Festival gilt als eines der wichtigsten spirituellen Ereignissen des Jahres.