Für 2018 sind bislang 91 Gewalttaten bekannt. (Symbolbild) Foto: Phillip Weingand

Im vergangenen Jahr wurden den Behörden mehr Gewalttaten gegen Menschen wegen deren sexueller Orientierung registriert. Dabei sind die Zahlen noch vorläufig – Nachmeldungen von Straftaten gegen Lesben, Schwule, Trans- und Intersexuelle sind noch möglich.

Berlin - Die Behörden haben im vergangenen Jahr mehr Gewalttaten gegen Menschen wegen deren sexueller Orientierung registriert. Für 2018 sind bislang 91 Gewalttaten bekannt, wie aus einer Auskunft des Bundesinnenministeriums an die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ulle Schauws hervorgeht. Im Vorjahr waren es 74 Gewalttaten gewesen.

Die Zahlen für 2018 seien noch vorläufig, Nachmeldungen seien möglich, schrieb das Ministerium. In der Kategorie sexuelle Orientierung, um die es geht, erfassten die Behörden Straftaten gegen Lesben, Schwule, Trans- und Intersexuelle.

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten in dieser Kategorie (inklusive der Gewalttaten) blieb nach bisherigen Erkenntnissen gleich: Sowohl 2017 als auch 2018 waren den Behörden 313 Fälle bekannt. 2017 wurden 192 Tatverdächtige ermittelt, im Jahr danach bislang 167.

Schauws geht von einer „extrem hohen“ Dunkelziffer aus, wie sie dem „Tagesspiegel“ sagte. Sie forderte einen Präventionsplan der Bundesregierung.

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