Jochen Bendel mit Fitnesstrainerin Marion Luck in seiner neuen Show "Mein Hund, die Kilos und ich". Foto: SAT.1/Willi Weber

Jochen Bendel verrät im Interview Details zu seiner neuen Abnehmshow "Mein Hund, die Kilos und ich" und offenbart als "Promi Big Brother"-Experte seinen diesjährigen Lieblingsbewohner.

Ab 16. August (immer sonntags um 17:50 Uhr) wird Jochen Bendel (52) die neue Sat.1-Abnehmshow "Mein Hund, die Kilos und ich" moderieren, in der übergewichtige Hunde mit ihren Herrchen gemeinsam abnehmen müssen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät Bendel Details zu der neuen Show und erklärt, worauf man beim Abnehmen mit seinem Hund achten sollte. Zudem verrät der 52-Jährige als Moderator von "Promi Big Brother - Die Late Night Show", welcher Bewohner bereits sein Herz erobert hat.

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Was erwartet die Zuschauer beim neuen Format "Mein Hund, die Kilos und ich"?

Jochen Bendel: Es sind magische Momente, wenn Mensch und Hund noch enger zusammenwachsen und ein noch besseres Team werden, sodass kein Blatt Papier mehr dazwischen passt. Vorher haben beide nebeneinander her gelebt, nicht besonders auf sich geachtet, hatten zu wenig Bewegung und zu viele Leckerchen.

Gemeinsam mit seinem Hund Gewicht verlieren - Was muss man dabei beachten?

Bendel: Natürlich ist der Hund schon ein toller Motivator, weil er ein Trainingspartner ist, der immer Lust und Bereitschaft hat, mitzumachen. Trotzdem sollte man es am Anfang nicht übertreiben. Maßhalten ist da ganz wichtig: langsam anfangen und dann die Intensität steigern. Und vor allem darauf achten, dass man weder seinen Hund noch sich selbst überfordert. Das Allerwichtigste ist natürlich auch der Spaß an der Sache - und dass man nicht zu verbissen ist. Das ist uns mit unseren fünf Mensch-Hund-Teams bei "Mein Hund, die Kilos und ich" ganz gut gelungen.

Wie kommt es bei Hunden zu Übergewicht und wie wirkt sich das aus?

Bendel: Übergewicht bei Hunden ist etwas sehr Ungewöhnliches in der Natur. Es ist eine Zivilisationskrankheit, die wir Menschen auf unsere Hunde übertragen. Hunde sind ja nicht nur ein Spiegel unserer Seele, sondern auch unseres Verhaltens. Sie machen einfach bei allem mit: Wenn wir uns wenig bewegen, passt sich auch der Hund entsprechend an. Es ist natürlich auch toll, so einen tierischen Freund an der Seite zu haben, der auch gern auf der Couch liegt, aber natürlich brodelt es in so einem Hund. Hunde sind ja nur glücklich, wenn sie artgerecht beschäftigt und ausgelastet werden.

Was ist das Schwierigste daran, wenn Hunde abnehmen sollen?

Bendel: Als Hundehalter muss man verstehen, dass es für einen Hund sehr gesundheitsschädlich ist, zu viel Gewicht mit sich rumzuschleppen. Auch Hunde können Diabetes bekommen, leiden an schweren Hüft- und Gelenkserkrankungen, die Atmung funktioniert nicht mehr so gut und sie bekommen Depressionen. Das Schwierigste ist, dass man sich das selbst eingestehen muss und nicht aus Egoismus toleriert. Hunde wirken nach außen vielleicht glücklich und freuen sich, aber in der Seele sind sie trotzdem frustriert. Dann muss man es langsam angehen. Nicht jeder Hund ist für das gleiche Programm geeignet. Für den einen Hund ist Bewegung das erste Gebot, für den anderen ist die Ernährung viel entscheidender. Kleine Hunde mit kurzen Beinen kann man nicht eine Stunde ans Fahrrad "hängen". Und bewegungsintensive Hunde wie zum Beispiel einen Husky wird man nicht nur über die Ernährung gewichtsmäßig kontrollieren können.

Wie halten Sie sich mit Ihren Hunden gemeinsam fit?

Bendel: Mein Mann und ich sind sehr bewegungsaktiv und als Hundetrainer viel an der frischen Luft. Wir wohnen an der Nordsee, d.h. wir gehen mit unseren Hunden und Kunden ins Watt, an den Strand, in die Wälder, um da gemeinsam Dinge zu erleben. Unsere beiden Hunde sind komplett unterschiedlich von ihrem Bewegungsprofil. Gismo, mein neunjähriger Mops, muss nicht mehr auf dem Agility-Platz rumhüpfen, über Hürden springen und durch Tunnel rennen. Labrador-Hündin Khaleesi, 4 Jahre alt, ist wahnsinnig aktiv - geht mit zum Joggen, schwimmt total gern oder steht auf einem Stand-up-Paddling-Board. Unsere Hunde wollen immer gern bei uns sein - und wenn wir uns mehr bewegen, bewegen sich unsere Hunde auch mehr.

Sie moderieren wieder "Promi Big Brother - Die Late Night Show". Haben Sie bereits einen Lieblingskandidaten im Haus?

Bendel: Das fällt mir nach nur wenigen Tagen natürlich sehr schwer. Ich bin immer noch am Beobachten. Bei einigen Promis bin ich hin und hergerissen... Aber Ikke Hüftgold hat mein Herz schon erobert! Ich mag sein gesamtes Potenzial: lustig, unterhaltsam, schlagfertig, aber auch mit Tiefgang. Und dass er jetzt erstmals seine Kunstfigur "Ikke" abgelegt hat und Matthias sein will, zeigt, wie stark ein Format wie "Promi Big Brother" ist und wie sehr es ans Eingemachte geht. Mit einer Kunstfigur hält man da nicht lange durch - genau wie Katy Bähm, die sich scheinbar auch wohler fühlt, wenn sie ohne Perücke rumlaufen kann. Ich mag Kathy Kelly wahnsinnig gern. Die weckt in einem das Gefühl, sie unbedingt kennenzulernen.

Die Bewohner sind drei statt zwei Wochen im Haus. Wie verändert das die Show?

Bendel: Es macht die Show natürlich zu einem riesigen Event. Man wächst mit den Promis näher zusammen, man kann sie als Zuschauer noch besser kennenlernen, weil die Promis auch die Möglichkeit haben, in drei Wochen noch mehr von sich zu zeigen und preiszugeben. Irgendwann wird auch der letzte den selbstauferlegten Schweigeschwur brechen und reden. Es gibt viele im Märchenland, die noch Dinge zurückhalten. Irgendwann will man auch erzählen. Bei Manchen war das ja schon nach 30 Minuten der Fall, da ist jeder unterschiedlich.

Vielen "PBB"-Fans fehlt der Promifaktor bei den Kandidaten. Was sagen Sie dazu?

Bendel: Die Promis, die wir von der Leinwand und aus dem Fernsehen kennen, sind teilweise so zugeknöpft, die machen bei solchen Formaten nicht mit, haben Angst, etwas preiszugeben. Kauft man solche Promis ein, hocken die drei Wochen auf der Couch, feilen sich die Fingernägel, erzählen nichts, kassieren die Kohle und gehen nach Hause. Da sagen die Leute dann ja auch: das bringt nichts. Ich will die großen Namen auch gar nicht sehen - die haben in den letzten Jahren nichts über sich erzählt und werden es auch in den nächsten nicht tun. Ich will die Leute sehen, wo ich selber entscheiden kann, haben die für mich Promifaktor - ja oder nein. Wir machen auch Stars: Katja Krasavice wäre heute bestimmt keine Millionärin und ein mega Social-Star, wenn sie nicht bei "PBB" gewesen wäre. Deshalb macht es dieses Format auch so reizvoll. Wir geben jedem eine Chance und stecken keinen in eine Schublade. Wir müssen das Schubladendenken endlich beilegen und lockerer an die Sache rangehen: Wenn du denkst, du bist ein Promi, dann bist du eben ein Promi. Am Ende kann ich immer noch entscheiden: Pfeife oder Promi, der das Prädikat verdient hat.

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