Mit einem Horrorfilm-Experiment haben US-Forscher die Annahme weiter untermauert, dass emotionale Unterstützung des Partners oder der Partnerin vor Stress schützt. Foto: Daniel Reinhardt/dpa Foto: dpa

Laut einem Experiment soll es einen Unterschied machen, ob jemand allein oder mit jemand anderem einen Horrorfilm schaut. Das Stresslevel soll mit Unterstützung niedriger sein, heißt es.

New York - Mit einem Horrorfilm-Experiment haben US-Forschende die Annahme weiter untermauert, dass emotionale Unterstützung des Partners oder der Partnerin vor Stress schützt.

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen um Tyler Graff von der Brigham Young University in Utah und Joseph Fitzgerald von der Arizona State University ließen in einem Experiment 83 Paare Horrorfilme schauen, wie sie im Fachmagazin "Plos One" schreiben.

Entweder mit Unterstützung des Partners oder Partnerin, beispielsweise händchenhaltend, oder alleine schauten sich die Teilnehmenden Ausschnitte der Horrorfilme "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" und "Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast" an - sowie zum Vergleich Ausschnitte einer Naturdokumentation über Alaska. Dabei wurde die Erweiterung ihrer Pupillen gemessen. Erweiterte Pupillen gelten als Indikator für Stress.

Beim Anschauen der Horrorfilm-Ausschnitte erweiterten sich die Pupillen der Teilnehmenden stärker als beim Anschauen der Naturdokumentation - gemindert wurde diese Reaktion, wenn jemand dabei war und beispielsweise durch Handhalten Unterstützung lieferte. Der Effekt war noch etwas stärker ausgeprägt, wenn die Beziehung als grundsätzlich solidarisch empfunden wurde.

Die Wissenschaftler merken aber auch an, dass es sich bei der Vermessung der Erweiterung der Pupillen in diesem Zusammenhang um einen neuen Ansatz handele, und es noch weiterer Forschung bedürfe.

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