Salvatore Branciforti bringt Markthallenflair in die Markthalle. Foto: Stefanie Schlecht

In der Sindelfinger Markthalle lockt der neue Stand EssBar auch mit Hausmannskost zum Aufwärmen – zubereitet im Haus Sommerhof.

Wer die Auslage von Salvatore Branciforti sieht, könnte meinen, er stehe auf dem Markt in einem fernen Land. An seinem neuen Stand EssBar in der Sindelfinger Markthalle bietet er exotische Früchte wie Mango-Feigen, Papayas, Guaven, Mangostinen, Nashi-Birnen oder Amalfi-Zitronen zum Verkauf an, außerdem besonderes Gemüse wie lila Blumenkohl oder lila Süßkartoffeln. Aber auch Produkte von regionalen Bauern wie Kartoffeln, Karotten oder Äpfel liegen aus.

 

„Ich wollte, dass Markthallen-Flair hier einzieht, das hat immer ein bisschen gefehlt“, sagt Branciforti, der seit der Eröffnung der Sindelfinger Markthalle vor einem Jahr die benachbarte Brasserie SoHo betreibt. Bekannt ist er vielen Sindelfingern durch das Familienrestaurant Haus Sommerhof, das er seit 20 Jahren führt und dort beliebte schwäbische Klassiker kocht – „mit mediterranem Touch“, wie er betont.

Essen in unterschiedlichen Formen in der Sindelfinger Markthalle

Möglich wurde sein neuer Stand dadurch, dass im Oktober der Betreiber von „Pâtissier – Macarons & Cakes“ die Markthalle verließ. Die Wirtschaftsförderung schlug Branciforti vor, einen zweiten Stand zu eröffnen. Kein Problem für den Gastronomen: „Ideen hab’ ich genug.“ Während er in der Brasserie Besuchern einen Ort zum Verweilen schaffen möchte, wo sie gemütlich Café oder Bier trinken, frühstücken oder Mittagessen können, geht es bei der EssBar ums Mitnehmen, und zwar von Essen in ganz unterschiedlichen Formen.

In Weckgläsern gibt es Gerichte zum Aufwärmen zuhause. Foto: Stefanie Schlecht

Die Gerichte sind alle hausgemacht und ohne Zusatzstoffe

Neben den exotischen Früchten bietet Branciforti in Weckgläsern Gerichte an, die er in der Küche des Haus Sommerhof zubereitet hat, etwa Gulasch, Hühnerfrikassee oder Lachsklößchen mit Zitronensoße. Außerdem gibt es vakuumiert selbst gemachte Maultaschen, Serviettenknödel, von Hand geschabte Spätzle oder hausgemachte Soßen. „Das alles ist Hausmannskost, von Hand gemacht, mit Zutaten von regionalen Bauern und ohne Giftstoffe“, betont der 44-Jährige.

An einer Theke bietet der Italo-Schwabe, wie Brancoforti sich wegen seines italienischen Vaters nennt, frisch gepresste Säfte an: exotische Kombinationen wie Kokoswasser, Zitrone, Spinat, Ingwer, Apfel oder pure Klassiker wie Orangen- oder Tomatensaft. Wer etwas Süßes möchte, für den gibt es Königsdatteln gefüllt mit Mischungen wie Marzipan-Cranberries oder Nougat-Pistazie, Liebhaber von Herzhaftem bekommen Schnitzel im Brötchen oder Leberkäsweckle.