Die Trainerlegende Rudi Gutendorf wurde 93 Jahre alt. (Archivbild) Foto: dpa/Thomas Frey

Die Fußball-Trainerlegende Rudi Gutendorf ist im Alter von 93 Jahren verstorben. Auch beim VfB Stuttgart machte der gebürtige Koblenzer Halt.

Stuttgart - Die Trainer-Legende Rudi Gutendorf ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Fußball-Weltenbummler schlief am Freitag im Beisein seiner Familie friedlich ein. Dies gab seine Familie am späten Samstagabend in einer Mitteilung bekannt.

Der gebürtige Koblenzer steht mit 55 Trainer-Stationen in 32 Ländern auf fünf Kontinenten im Guinness-Buch der Rekorde und verdiente sich so den Spitznamen „Rudi Rastlos“. Auch in Deutschland hinterließ Gutendorf nach der aktiven Karriere bei der TuS Neuendorf seine Spuren. 

„Rudi Gutendorf war weltweit ein herausragender Botschafter des deutschen Fußballs. Was er für das Ansehen des deutschen Trainerwesens in mehr als 30 Ländern auf fünf Kontinenten geleistet hat, ist einzigartig“, sagt DFB-Vizepräsident Rainer Koch in einer Verbandsstellungnahme.

Dem VfB den Klassenerhalt gesichert

Mit dem MSV Duisburg holte der wegen seiner damaligen Defensivstrategie „Riegel-Rudi“ genannte Coach 1963/64 die Vizemeisterschaft. In der Bundesliga-Saison 1968/69 führte er Schalke 04 in der Rückrunde vom vorletzten Tabellenplatz noch auf Platz sieben und trotz der 1:2-Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen Meister Bayern München sogar in den Europacup. In der Saison 1964/65 sicherte er dem VfB Stuttgart als Trainer den Klassenerhalt.

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Für seinen unermüdlichen Einsatz in vielen Entwicklungsländern wurde Gutendorf unter anderem mit zwei Bundesverdienstkreuzen ausgezeichnet. „Wir verlieren in ihm jemanden, der uns durch sein großes Herz und Positivität jeden Tag bereichert hat“, schrieb Gutendorfs Familie.

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