Ex-VfB-Stuttgart-Spieler Pawel Pogrebnjak spielt aktuell für den Club Ural in Jekaterinburg. Foto: dpa-Zentralbild

Der russische Fußballverband hat Ex-VfB-Stuttgart-Spieler Pawel Pogrebnjak zu einer Geldbuße und Bewährungsstrafe verdonnert. Der Stürmer hatte sich rassistisch gegnüber schwarzen Fußballspielern geäußert.

Moskau - Der frühere VfB-Stuttgart-Spieler Pawel Pogrebnjak (35) ist wegen rassistischer Äußerungen vom russischen Fußballverband zu einer Geldbuße und Bewährungsstrafe verdonnert worden. Der Stürmer hatte sich abfällig über schwarze Spieler in russischen Teams geäußert.

Der Ethikausschuss des Verbandes verhängte am Dienstag eine Strafe von 250 000 Rubel (3400 Euro), was einem Vielfachen des russischen Durchschnittslohnes entspricht. Außerdem wird Pogrebnjak bis Saisonende gesperrt, sollte er sich erneut rassistisch äußern. Die Strafe gilt als bemerkenswert für russische Verhältnisse und soll einem Antidiskriminierungsprojekt zugutekommen.

Rassismus im russischen Fußball weit verbreitet

Der Spieler, der aktuell für den Club Ural in Jekaterinburg kickt, hatte die Einbürgerung schwarzer Fußballer kritisiert. Im Interview der „Komsomolskaja Prawda“ hatte er gesagt: „Es ist lächerlich, dass ein dunkelhäutiger Spieler für die russische Nationalmannschaft auftritt.“ Der neue Fußballverbandschef Alexander Djukow rügte die Aussage. Porgrebnjak hatte sich entschuldigt.

Rassismus ist verbreitet im russischen Fußball, wird aus Sicht von Menschenrechtlern aber nur unzureichend geahndet. In Stadien werden Spieler mit dunkler Hautfarbe mitunter mit Bananen beworfen.

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