Manuel Fischer läuft nicht mehr umringt von Cheerleadern für den 1. Stuttgarter Futsal-Club auf. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Der Ex-VfB-Profi Manuel Fischer spielt nicht mehr in der Futsal-Bundesliga für den 1. Stuttgarter Futsal-Club. Er trägt nun den Dress von Fußball-Landesligist TSV Weilimdorf, der sich im Futsal von der Kooperation mit den Stuttgarter Kickers Impulse verspricht.

Stuttgart - Im Hinspiel war Manuel Fischer noch Teil des Spektakels. Der Ex-VfB-Profi gehörte zum Team des Stuttgarter Futsal-Clubs, das vor knapp 1000 begeisterten Zuschauern in der Scharrena den deutschen Meister TSV Weilimdorf mit 4:2 besiegte. Beim Rückspiel in der Premierensaison der Futsal-Bundesliga an diesem Samstag (18 Uhr/Sporthalle des Solitude-Gymnasiums) wird der 32-Jährige nur auf der Tribüne sitzen. Fischer hat aufgehört und agiert nun wieder auf dem grünen Rasen, als spielender Co-Trainer des Landesligisten TSV Weilimdorf.

 

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„Die Futsal-Bundesliga ist extrem zeitintensiv, das konnte ich nicht mehr leisten“, begründet Fischer seinen Abschied von der offiziellen Hallenfußballvar iante. Nur in topfittem Zustand hatte er eine Chance, in die Mannschaft zu kommen. Das zeigt, wie hoch das Niveau ist. Der Stuttgarter Futsal-Club (SFC) führt die Tabelle an, Weilimdorf ist Dritter. Fünf Spieltage gibt’s noch, dann starten die Play-offs und die Karten werden neu gemischt.

SFC will deutscher Meister werden

„Unser Ziel ist es, der erste deutsche Meister in der Futsal-Bundesliga zu werden“, stellt Wolfram Bunz, Marketingchef des SFC klar. Das Interesse an der Sportart sei deutlich gestiegen. „Doch es gibt noch viele Möglichkeiten der Weiterentwicklung“, sagt Bunz. Zum Beispiel die Kooperation mit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Vereinen? Die zweite Mannschaft des TSV Weilimdorf etwa bildet mit den Stuttgarter Kickers ein gemeinsames Futsalteam, das in der Regionalliga antritt.

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Dass eine bundesweit bekannte Marke wie die Blauen helfen würde in Sachen Aufmerksamkeit und Vermarktung, dürfte klar sein. „Wir sind als Mehrspartenverein offen und schauen mal, wie das Ganze anläuft“, sagt Kickers-Geschäftsführer Matthias Becher. „Alles, was der Entwicklung gut tut, unterstütze ich, da muss man über den Tellerrand hinausschauen, Vereinsmeierei darf keine Rolle spielen“, betont TSV-Spielleiter Michael Bachmann. Fischer würde es sich wünschen – und zwar im Sinne von Futsal und Fußball: „Ich bin und bleibe ein Fan von beiden Sportarten.“