Für Union Berlin bestritt Carlos Mané bislang nur acht Spiele. Foto: Union Berlin

Beim VfB Stuttgart spielte er sich in die Herzen der Fans, jetzt sucht Carlos Mané beim Relegationsgegner Union Berlin sein Glück. Scheint es dort aber nicht zu finden.

Stuttgart/Berlin - Ein Spielzug genügte, um sich in die Herzen der VfB-Fans zu spielen. 3. Oktober 2016, Zweitliga-Heimspiel gegen Greuther Fürth: Ein unvergessener Steilpass von Benjamin Pavard, Carlos Mané nimmt den Ball gekonnt an und vollendet zur frühen Führung. Da sind gerade zwei Minuten gespielt. Weitere zwei Minuten später trifft Mané zum 2:0. Es ist der bis heute schnellste Doppelpack eines Debütanten im deutschen Profifußball. Es folgt eine Fußball-Gala in Weiß und Rot, an deren Ende ein 4:0 auf der Anzeigentafel steht. Zwei neue Helden sind geboren: Benjamin Pavard und Carlos Mané.

Bei Union läuft es nicht rund für Mané

Während der französische Weltmeister in der Relegation gegen Union Berlin vor seinen beiden letzten Spielen im Trikot des VfB Stuttgart steht, ehe er für 35 Millionen Euro zu Bayern München wechselt, verläuft die Karriere von Carlos Mané weit wechselhafter. Trumpfte der kleine Wirbelwind aus Portugal in der weiteren Zweitligasaison 2016/17 noch regelmäßig auf (sechs Tore/neun Vorlagen), ging es nach einem am 26. Spieltag erlittenen Knorpelschaden im Knie bergab. Auf die nach acht Monaten auskurierte Verletzung folgt gleich die nächste. Ein Sehenriss im Oberschenkel verhindert eine Kaufoption seitens des VfB. 2018 kehrt Mané zu Sporting Lissabon zurück.

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Wo der einstige Himmelsstürmer körperlich zwar wieder auf die Beine kommt. Zu seiner alten Form und seinen Stärken (pfeilschnell und dribbelstark) findet der inzwischen 25-Jährige aber nicht mehr zurück. Auch die erneute Ausleihe nach Deutschland im vergangenen Winter, zum Zweitligisten und VfB-Gegner Union Berlin, wird aus Sicht des Portugiesen zu einer sportlich eher tristen Angelegenheit. Nur acht Spiele hat er in der Rückrunde absolviert, durch ein Tor oder besondere Leistungen fiel der einstige Stuttgarter Publikumsliebling nicht auf. Die vergangenen vier Spiele stand er nicht einmal im Kader – am Donnerstag (20.30 Uhr) in Stuttgart wird es wohl nicht anders sein. „Ich kann es besser. Und auf meiner Position muss ich auch Tore machen“, sagt Mané selbstkritisch. Trainer Urs Fischer (53) urteilt: „Er hat noch Luft nach oben. Carlos versucht es. Aber er war lange verletzt. Hinzu kommt, dass er die Vorbereitung bei uns nicht mitgemacht hat.“

Rückkehr nach Portugal wahrscheinlich

Es gilt als unwahrscheinlich, dass Union Berlin die Kaufoption in Höhe von 2,5 Millionen Euro zieht. Mané wird nach der Relegation wohl wieder in seine Heimat zurückkehren. Und dort den nächsten Anlauf starten, wieder der Alte zu werden.

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