Gutes Gespann: Bayern-Torhüter Sven Ulreich (li.) und Jupp Heynckes, der Trainer des Rekordmeisters Foto: dpa

Sven Ulreich hat großen Anteil am aktuellen Erfolg des FC Bayern München. Nun erklärt der frühere Torhüter des VfB Stuttgart, was ihn derzeit so stark macht.

München - Die Teamkollegen loben ihn, Experten trauen ihm einen Platz im WM-Kader zu – und Jupp Heynckes ist ohnehin begeistert von der Art und Weise, wie Sven Ulreich beim FC Bayern den verletzten Manuel Neuer vertritt. „Irgendwann hat er gemerkt, was für ein riesiges Potenzial er hat“, erinnerte sich der Trainer nach dem 6:2 der Münchner im Pokal-Halbfinale am Dienstag in Leverkusen.

Irgendwann – diesen Zeitpunkt kann Sven Ulreich mittlerweile ziemlich genau benennen. „Meine guten Spiele haben angefangen, als Jupp Heynckes kam“, sagte Ulreich der „Bild“-Zeitung am Donnerstag. „Ich hatte sofort das Vertrauen von ihm – das Gefühl hatte ich beim Vorgänger nicht. Vertrauen ist für einen Sportler das Wichtigste.“ Vor Heynckes war Carlo Ancelotti Chefcoach beim FC Bayern. Der Italiener „stand nicht auf mich und hatte wenig vertrauen in mich“, ergänzte Ulreich im „Kicker“.

Im Halbfinale der Königsklasse

Mittlerweile ist der 29-jährige Ulreich aber wichtiger Erfolgsfaktor der Münchner und hat entscheidenden Anteil daran, dass der FCB die Meisterschaft bereits perfekt gemacht hat und zudem im DFB-Pokal-Finale sowie im Halbfinale der Champions League steht. In den nächsten Wochen wird er im Kampf um die Fußball-Königsklasse gegen Real Madrid wieder im Fokus stehen. Der frühere Keeper des VfB Stuttgart meinte: „Wenn mir das einer gesagt hätte als kleiner Junge: Champions-League-Halbfinale gegen Real, das hätte ich nie gedacht.“ Das verdanke er Heynckes.

Durch seine starken Leistungen ist Ulreich nun plötzlich ein Kandidat für einen Platz im WM-Kader von Joachim Löw – vor allem dann, wenn Manuel Neuer auch bis Mitte Juni nicht voll belastbar sein sollte. Seien Scheu vor diesem Thema hat Sven Ulreich mittlerweile abgelegt und sagt: „Klar ist das auch ein Ziel von mir.“

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