Einst Coach beim VfB Stuttgart und beim Hamburger SV – derzeit TV-Experte: Hannes Wolf. Foto: dpa/Marijan Murat

Der Hamburger SV empfängt den VfB Stuttgart – das ist auch das Duell der Ex-Clubs von Trainer Hannes Wolf. Im Gespräch mit unserer Redaktion blickt er auf das Topspiel und zurück auf seine Zeit in Stuttgart.

Stuttgart - 2017 ist Hannes Wolf mit dem VfB Stuttgart in die Bundesliga aufgestiegen. Dieses Ziel hat er in der vergangenen Saison mit dem Hamburger SV verpasst. Nun treffen die beiden Ex-Clubs des Trainers im Spitzenspiel der zweiten Liga aufeinander – und Wolf sagt im Gespräch mit unserer Redaktion: „Das ist eine wichtige Standortbestimmung.“ Zwar werde in dieser Partei noch lange nicht der Aufstieg entschieden, vor allem für den VfB habe die Partie aber eine große Bedeutung, „nach den zwei Niederlagen, die doch sehr überraschend kamen“.

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Der VfB hat als klarer Aufstiegsfavorit zuletzt gegen die Kellerkinder SV Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel verloren. Nun komme laut Wolf auf die Stuttgarter „eine sehr strukturierte Mannschaft“ zu, „die Chancen entwickeln kann“. Zudem habe der HSV „viele Spieler geholt, für die der Club eine Chance ist, voranzukommen. Das spürt man, es herrscht eine gute Energie“. Der Coach, der derzeit bei Sky als TV-Experte arbeitet, sagt: „Ich erwarte ein total offenes Spiel – und ein taktisch hoch interessantes.“

Kein „Zusammenstehen“ am Ende beim VfB

Auf sein Aus beim VfB Stuttgart im Januar 2018 blickt er mit dem Abstand von mehr als eineinhalb Jahren gelassen zurück. „Es gibt eben Momente, in denen man schaut, wie eng man zusammensteht, wie sehr man mit den Entscheidern auf einer Linie ist. Wenn man da zusammensteht und auf einer Linie ist, geht es auch weiter. Wenn nicht, dann nicht.“

Seine derzeitige Aufgabe im TV mache ihm „großen Spaß“. Hannes Wolf sagt aber auch: „Ich habe Lust, wieder eine Mannschaft zu trainieren. Das muss aber nicht morgen sein, es soll gut sein und muss auch für die Familie passen.“

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VfB und HSV verbinde die Emotionalität eines Traditionsvereins. Die mache es „schwieriger, sportliche Dellen auszuhalten“ Als Gegenbeispiel nennt er den SC Freiburg: „Da ist die Toleranz, Dellen auszuhalten, viel größer als etwa beim HSV oder beim VfB.“

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