Mit dem polnischen Rekordmeister Legia Warschau steckt Fredi Bobic im Abstiegskampf. Kein Wunder also, dass es rund um den Ex-VfB-Stürmer immer unruhiger wird.
Beim polnischen Erstligisten Legia Warschau bekleidet er seit April 2025 das Amt des „Head of Football Operations“, doch es läuft alles andere als rund für den ehemaligen VfB-Stürmer Fredi Bobic in der polnischen Hauptstadt.
Mit Legia liegt Bobic, der bei den Stuttgartern zwischen den Jahren 2010 und 2014 als Sportdirektor und später als Vorstand Sport in der Verantwortung stand, aktuell auf dem vorletzten Platz der Ekstraklasa. Das ist beschämend für die eigenen Ansprüche. Mehr noch: der Club, der allein zwischen 2012 und 2021 sieben Meisterschaften holte, erlebt aktuell die größte Krise der letzten Jahrzehnte.
Legia ist mit 15 Meisterschaften der Rekordsieger in Polen, doch aktuell sieht es unter Bobic ganz düster aus. In der Liga kämpft man bei drei Absteigern um den Klassenverbleib, im Pokal sowie in der Conference League ist man ausgeschieden. Der erst im Sommer verpflichtete Trainer Edward Iordanescu musste bereits nach 112 Tagen wieder gehen, während die Zahl von Bobics Kritikern, darunter die polnische Fußballlegende Zbigniew Boniek, von Tag zu Tag wächst.
Zuletzt wurde Bobic, der mit Legia im Sommer immerhin den Pokal gewann, mit einer Rückkehr nach Deutschland in Verbindung gebracht. Doch bei Zweitligist Hannover 96, wo er in der Saison 2002/03 als Stürmer auflief, hat nun Jörg Schmadtke als neuer Geschäftsführer das Rennen gemacht.
Der in Polen umstrittene Fredi Bobic, der bis auf weiteres wie gewohnt zwischen Berlin und Warschau pendelt, hatte zuletzt immerhin vor dem Landgericht Berlin einen Erfolg erzielt: Im Abfindungsstreit mit seinem alten Arbeitgeber Hertha BSC wurde dem 54-Jährigen im Herbst die Summe von rund vier Millionen Euro zugesprochen.