Der frühere Stuttgarter Innenverteidiger muss bei seinem neuen Club erst wochenlang zuschauen, ehe er mit Stade Rennes einen wichtigen Sieg einfährt.
Sein Abgang lief nicht ganz geräuschlos. Nachdem Anthony Rouault den VfB Stuttgart Anfang Februar in Richtung Stade Rennes verlassen hatte, äußerte er sich im Interview mit TV7 nicht ausschließlich positiv über die Situation in Cannstatt: „Mit dem Ausscheiden aus der Champions League hatte ich das Gefühl, dass eine Phase der Instabilität anbricht. Wir hatten nach Ende der vergangenen Saison bereits einige Schlüsselspieler verloren und ich hatte den Eindruck, dass die Zukunft instabil aussieht.“
In der französischen Heimat lief es für ihn dann aber zum Auftakt alles andere als optimal. Kaum angekommen, verletzte sich der Defensivspieler im Training am Knöchel und musste wochenlang aussetzen – bevor er überhaupt eine Minute für seinen neuen Club gespielt hatte.
Finanziell machte sich der Rouault-Transfer für den VfB bezahlt
Am vergangenen Sonntag nun gab der 23-Jährige bei Rennes sein Debüt mit Verspätung, als er im Auswärtsspiel bei Schlusslicht Montpellier HSC in der Innenverteidigung startete und insgesamt 73 Minuten auf dem Feld stand. Durch den deutlichen 4:0-Sieg hat Stade Rennes in der Ligue 1 nun neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge und dürfte aus dem Gröbsten raus sein.
Rouault war 2023 vom FC Toulouse nach Stuttgart gekommen und hatte für den VfB 52 Pflichtspiele absolviert – dann aber auf einen Wechsel in die französische Heimat gedrängt. Finanziell machte sich der Transfer für die Stuttgarter bezahlt, die rund drei Millionen Euro nach Toulouse überwiesen hatten und von Rennes 13 Millionen an Ablöse erhielten – zuzüglich möglicher Boni in Höhe von zwei Millionen Euro. Die Einnahmen investierte man in die Verpflichtungen von Luca Jaquez (21) und Finn Jeltsch (18) – wobei Letzterer in den vergangenen Wochen schon vielversprechende Auftritte zeigte.