Im Jahr 2017 hat Hannes Wolf mit dem VfB Stuttgart den Aufstieg in die Bundesliga gefeiert. Foto: Getty

Große Ehre für Hannes Wolf: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den 36-Jährigen als Trainer des Jahres 2017 ausgezeichnet. Erst vor wenigen Wochen war Wolf beim VfB Stuttgart entlassen worden.

Stuttgart - Einen zunächst unverhofften Termin hat Hannes Wolf am Montag wahrgenommen. Es ging für den ehemaligen Trainer des VfB Stuttgart nach Neu-Isenburg, genauer nach Gravenbruch, wo der 64. Fußballlehrer-Lehrgang mit einem Festakt abgeschlossen wurde. Dort wurde der 36-jährige Westfale ausgezeichnet – Wolf erhielt den Trainerpreis des deutschen Fußballs 2017. Er wurde jedoch nicht nur für seine Arbeit in Stuttgart geehrt, die Ende Januar abrupt ein Ende nahm, sondern vor allem für seine Verdienste um die Nachwuchsförderung.

„Wir sind uns bewusst, dass die Auszeichnung von Hannes Wolf zu einem untypischen Zeitpunkt erfolgt. Er erhält den Trainerpreis, weil wir von ihm und seiner Arbeit überzeugt sind. Seine Erfolge im Nachwuchs von Borussia Dortmund kann jeder nachlesen, fast noch wichtiger ist, wie häufig es ihm gelungen ist, junge Spieler zu formen und zu entwickeln“, sagte Reinhard Grindel, der Präsident des Deutschen Fußball-Bunds. Als Jugendtrainer wurde Wolf 2014 und 2015 deutscher Meister mit den B-Junioren der Dortmunder. 2016 feierte er den Titelgewinn mit den A-Junioren des BVB, ehe es im September 2016 zum VfB ging– in die zweite Liga.

Am Ende dieser Phase stand dann der Aufstieg mit den Stuttgartern. Und auch in der Bundesliga setzte Wolf auf viele junge Spieler. „Es ist fantastisch. Das ist eine Auszeichnung für unsere Arbeit in den vergangenen Jahren“, sagte Wolf, der stets von seinem Freund und Co-Trainer Miguel Moreira begleitet wurde. „Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang, dass ein Trainer niemals alleine erfolgreich sein kann. Das geht nur im Team“, erklärte Wolf, der nun der neunte Trainer ist, dem diese Ehre zuteil wurde. Vor ihm waren Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert, Markus Kauczinski und Julian Nagelsmann ausgezeichnet worden.

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